Grusel zum Auftakt: Mondscheinkino am Hermann startet mit „Nosferatu“

Andreas Schwabe

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Nosferatu: De Musik zum Film spielt Stephan Graf von Bothmer, während Ellen (Greta Schröder) noch auf ihren geliebten Thomas Hutter (Gustav von Wangenheim) wartet oder ihn zärtlich in ihren Armen hält. - © Andreas Schwabe
Nosferatu: De Musik zum Film spielt Stephan Graf von Bothmer, während Ellen (Greta Schröder) noch auf ihren geliebten Thomas Hutter (Gustav von Wangenheim) wartet oder ihn zärtlich in ihren Armen hält. (© Andreas Schwabe)
Der Mann am Klavier: Stephan Graf von Bothmer. - © Privat
Der Mann am Klavier: Stephan Graf von Bothmer. (© Privat)

Detmold.Von wegen Stummfilm. Die Musik, die Stephan Graf von Bothmer zum Klassiker „Nosferatu“ aus seinem elektronischen Klavier zauberte, ließ die Emotionen beim Mondscheinkino-Auftakt mächtig hochkochen.

„Nosferatu“ in der Regie von Friedrich Wilhelm Murnau war der erste Film, den der Landesverband Lippe in der aktuellen Saison auf der Waldbühne präsentierte. Und damit landete das „Mondscheinkino“ gleich am Eröffnungsabend einen besonderen Treffer. Viele hundert Zuschauer waren erschienen, um den nostalgischen Horrorfilm zu genießen.

Information
Nosferatu

"Nosferatu ist ein deutscher Spielfilm aus dem Jahr 1922 von Friedrich Wilhelm Murnau in fünf Akten. Der Stummfilm ist eine – nicht autorisierte – Adaption von Bram Stokers Roman Dracula und erzählt die Geschichte des Grafen Orlok, eines Vampirs aus den Karpaten, der in Liebe zur schönen Ellen entbrennt und Schrecken über ihre Heimatstadt Wisborg bringt. Nosferatu gilt als einer der ersten Vertreter des Horrorfilms und übte mit seiner visuellen Gestaltung einen großen Einfluss auf das Genre aus."

Quelle: Wikipedia.de

Graf von Bothmer führte mit wenigen Worten in den vor wenigen Jahren digital komplett restaurierten Film aus dem Jahr 1922 ein. Seine Musik ist prädestiniert dafür, die stumme Mimik der von Murnau in eindrucksvolle Bilder gestellten Schauspieler in verstärkte Schwingungen zu versetzten. Dafür griff Bothmer nicht etwa auf tradierte Vorbilder musikalischer Gefühlsgestaltung zurück, sondern fand in einer sehr gut funktionierenden Collage aus Romantik, Pop und Neuer Musik zu stimmigen akustischen „Bildern“.

Der sehr gute Pianist erhielt am Ende viel Beifall vom Publikum. Vielleicht galt dieser auch der Tatsache, dass die Zuschauer an diesem Abend erleben durfte, dass das Kino vor fast hundert Jahren schon eine cineastische Qualität erreicht hatte, von der viele Blockbuster unserer Tage nicht mal mehr zu träumen wagen. Bis zum 8. August läuft jeden Abend ein Film auf der Waldbühne am Hermann. Beginn ist jeweils zum Einbruch der Dunkelheit.

Einen Eindruck der Inszenierung gibt es hier im Trailer von Stephan Graf von Bothmer.

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