Das Blechbläserquintett des Landestheaters spielt Filmmusik

Thomas Krügler

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Soundtracks mit Cowboyhut: „Symphonic Brass Detmold" begeistert die Hörer im Landestheater mit (von links) Akio Ogawa-Müller (Tompete), Matthias Evard (Horn), Matthias Weiß (Posaune), Jürgen Steinberg (Schlagzeug), Manuel Morgenthaler (Bassposaune) und Daniel Konttori (Trompete). - © Thomas Krügler
Soundtracks mit Cowboyhut: „Symphonic Brass Detmold" begeistert die Hörer im Landestheater mit (von links) Akio Ogawa-Müller (Tompete), Matthias Evard (Horn), Matthias Weiß (Posaune), Jürgen Steinberg (Schlagzeug), Manuel Morgenthaler (Bassposaune) und Daniel Konttori (Trompete). (© Thomas Krügler)

Detmold. Die Musiker des Landestheaters sind in Klassik fit. Viele sind gute Jazzer und treffen den richtigen Ton bei Filmmusik. Das hat das Blechbläserquintett „Symphonic Brass Detmold" erneut im ausverkauften Foyer-Restaurant des Landestheaters bewiesen.

Die fünf Blechbläser Akio Ogawa-Müller und Daniel Konttori (Trompeten), Matthias Evard (Horn), Matthias Weiß (Posaune) sowie Manuel Morgenthaler (Bass- und Kontrabassposaune) wurden von Jürgen Steinberg am Schlagzeug begleitet. Highlights der Filmmusik, teilweise von Evelyn Klaunzer neu für das Ensemble arrangiert, begeisterten rund 100 Gäste.

Die erhabene Melodie von „Jurassic Park" blühte dynamisch kräftig auf und ließ im Kopfkino Dinosaurier umherziehen. Die Filmmusik des Italowesterns „Für eine Handvoll Dollar" von Ennio Morricone führte mit melancholischer Schwere eines Trauermarsches in die klirrende Hitze der mexikanischen Wüste. „Skyfall" aus der James-Bond-Reihe gewann einen Oscar für den besten Filmsong und eroberte deutsche Charts.

Trompeter Akio Agawa-Müller moderierte das Konzert und gab manche Anekdote preis. Er bemerkte, dass der Alkoholkonsum der Bond-Darsteller von fünf auf 20 Drinks pro Film gestiegen ist. Das Ensemble interpretierte den Song auch ohne Alkohol berauschend.

Mit „Gabriels Oboe" aus „Mission", zeigten die Blechbläser, dass sie Oboe können. Die verschnörkelte Choralmelodie wurde schlank sowie virtuos gespielt und ging unter die Haut. Aus Harry-Potter-Filmen hat Evelyn Klaunzer eine Suite arrangiert. Das chromatische Hauptthema gelang den Trompetern in allen Lagen. Ein schräger Walzer charakterisierte die aufgeblasene „Tante Marges" und der zünftige „Hogwarts-Marsch" entließ die Gäste schließlich in die Pause.

Im zweiten Konzertteil füllte die Titelmusik von „Raumschiff Enterprise" den Raum mit „unendlichen Weiten". Die „Hymne der Gefallenen" des Antikriegsfilms „Soldat James Ryan" kam mit sakralen Klängen und dem Wirbel einer Militärtrommel daher. Das jazzige „Mission Impossible" erklang mitreißend im originalen Fünfertakt.

„Fluch der Karibik" durfte nicht fehlen und verzauberte in faszinierender Interpretation die Hörer. Als Zugabe gab es Musik der Seifenoper „Dallas", wobei Cowboyhüte die Köpfe der Musiker zierten. Jeder Spieler erhielt eine Blume und bedankte sich mit dem Lied „Danke für die Blumen" der Zeichentrickserie „Tom und Jerry".

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