Die Gruppe "Bukahara". - © Bukahara

Detmold
Nationale Künstler mit alternativem Sound auf der 31. Sommerbühne

Die Gruppe "Bukahara". (© Bukahara)

Detmold. In der Nacht auf Freitag, 9. August, wird die Bühne auf dem Marktplatz aufgebaut, ehe dann am Abend der musikalische Startschuss für die Detmolder Sommerbühne fällt. Erneut wartet das für Besucher kostenlose Open-Air-Fest an zwei Wochenenden mit insgesamt acht Bands und einem umfänglichen Repertoire auf.

Die Besonderheiten in diesem Jahr sind: Es gibt einen populären Headliner und es performen erstmals ausschließlich deutsche Gruppen, deren Musik allerdings eine Reise um den Globus verspricht. Von klassischen, elektronischen Sounds einer Big Band, über funkigen Hip-Hop und Soul mit kräftigen Beats, bis hin zu poppiger Weltmusik mit Chanson- und Reggaeeinflüssen – die Detmolder Sommerbühne bedient viele Stilrichtungen abseits der kommerziellen Musikindustrie. Hier das komplette Programm im Überblick.

Die Detmolder "Sebastian Müller Band"

- © Simon Waloschek
Die Detmolder "Sebastian Müller Band" (© Simon Waloschek)

Freitag, 9. August: Als Vorgruppe tritt ab 20.30 Uhr die Detmolder Band „Hans im Glück" auf, die mit „hausgemachtem Rap zwischen melancholischer Naturverbundenheit und elektrisierendem Stadtpuls" beim Publikum Anklang finden will. Die fünfköpfige Gruppe setzt auf Rap mit Oldschool-Ästhetik, der durch einen jazzigen Einfluss verfeinert wird. Ende vergangenen Jahres veröffentlichte die Band ihr erstes Album. Ab 22 Uhr tritt als Haupt-Act die „Sebastian Müller Band" auf. Die besteht aus drei Sängerinnen, einem Sänger, sechs Bläsern und einer fünfköpfigen Rhythmusgruppe. Sie kombinieren Funk, Soul, Jazz und Klassik.

Samstag, 10. August: Mit „energetischen, verspielten und treibenden Tracks" leitet die Band „Komfortrauschen" ab 20.30 Uhr den Abend ein. Die Berliner präsentieren „Minimal Techno live" mit Schlagzeug, Bass und Gitarre, das auch zum ausgelassenen Tanzen anregen soll. Ab 22 Uhr wird es voll auf der Bühne: Mit der Münchener Big-Band „Jazzrausch" nimmt eine 16-köpfige Gruppe die Sommerbühne ein und präsentiert Jazz, gepaart mit elektronischer Musik. Neben ihren Aktivitäten in der Jazzrausch-
Big-Band arbeiten die Mitglieder laut dem Kultur-Team der Stadt Detmold, das das Fest organisiert, mit Ensembles wie der HR-Big-Band, dem Metropole Orchestra Amsterdam oder der Bayerischen Staatsoper München zusammen.

Freitag, 23. August: Mit ihren Gypsy-Gitarren setzt die „Marion & Sobo Band" ab 20.30 Uhr die Sommerbühne fort. Nach eigener Aussage erkundet das Quintett Klangfarben von West- und Ost-Europa und verbindet globale Musik und Jazz mit Chanson. So erschafft sie einen eigenen modernen Stil von vokalem Gypsy-Jazz. Dass Swing, Folk, Reggae und Arabic–Balkan keine Widersprüche sein müssen, beweisen im Anschluss, ab 22 Uhr die Multi-Instrumentalisten von „Bukahara" aus Köln. Es wartet entspannte, aber dennoch raffiniert gespielte Popmusik.

Jazzkantine - © Marc Stantien
Jazzkantine (© Marc Stantien)

Samstag, 24. August: Mit „Fatcat" aus Freiburg erhält ab 20.30 Uhr kraftvoller Funk Einzug auf der Sommerbühne. Laut dem Kultur-Team der Stadt Detmold machen „eine mitreißende Soulstimme, schneidende Bläsersätze und fette Beats" die Mischung. Den Abschluss des Festes bildet die „Jazzkantine" aus Braunschweig, die nach 2002 wieder auf der Sommerbühne auftritt, und ihre Zuhörer mit einer Mischung aus Jazz, Funk und Rap auf eine Zeitreise zu den Wurzeln des Hip-Hop nimmt. Ihr Album „Hell’s Kitchen" eroberte 2008 die Spitze der deutschen Jazzcharts.

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von Niklas Böhmer

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