Der Landwirt, der die Lipper mit Heimatgeschichten zum Schmunzeln bringt

Jost Wolf

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Autor Friedo Petig (links) und Verleger Jochen Erhardt stellen im Sommertheater Band 5 (ganz rechts) von "Der Lipper an sich" vor. - © Jost Wolf
Autor Friedo Petig (links) und Verleger Jochen Erhardt stellen im Sommertheater Band 5 (ganz rechts) von "Der Lipper an sich" vor. (© Jost Wolf)

Detmold. Der reimend Heimatgeschichten erzählende Landwirt Friedo Petig und sein Hauszeichner Ulrich Tasche sind eine Erfolgsgeschichte. So erfolgreich, dass inzwischen schon der fünfte Band der Reihe „Der Lipper an sich" erscheint.

Das Rezept ist bewährt: Mit 28 unterschiedlich langen gereimten Geschichten, entlockt Petig dem lippischen Leser ein Schmunzeln – was dem rheinländischen Lachen entspricht. Tipps für gute (und wahre) Geschichten bekommt Petig immer wieder zugetragen: In diesem Band geht es beispielsweise um den Boxer Roland Grätz, der in Lage-Hardissen wohnt und in den 60ern der Fünfte der deutschen Rangliste und dreimal Westfalenmeister war.

Die Geschichten bekommt der Landwirt immer wieder zugetragen

Geschichtlich begleitet Petig das singende Duivelspack (Arne Heger, Daniel Wahren und Marcus Linnemann) nach Wacken und macht sich auf Spurensuche zur Entstehung des heutigen Umweltzentrums Heerser Mühle. Er erzählt über einen Lemgoer, der dreißigmal bei der ZDF-Hitparade bei Dieter Thomas Heck zu Gast war und den meisten heute als Chef des Schwarzmeerkosakenchores bekannt ist.

Lippes berühmteste Katze – die von Hofmanns Stärke – hat ebenso einen Auftritt wie die LZ-Fotografin Vera Gerstendorf-Welle mit ihrem Foto von Chirac und Schröder, wie sie aus dem Blomberger Rathausfenster winken. Spaß hat Petig auch an alten Geschichten über CDU- und SPD-Ratsherren, die vor dem Wahlkampf im Sturm gemeinsam Wahlplakate aufhängten und hinterher ebenso gemeinsam einen Trinken gingen.

Ein eingebildeter, stets über Quantensprünge dozierender Physikstudent, wird bei Petig in Reimform mit dem lippischen Quantensprung bekannt gemacht: Dem Sprung mit den eigenen Quanten über die Werre. Warum? Lesen erhellt. Eine tragende Rolle spielen auf jeden Fall drei imposante Tanten, die sich alle beruflich mit Quanten befassen. Die eine umsorgt sie mit Händel und Lavendelöl, die andere steckt sie in Leder und die dritte umhüllt sie mit Wolle. „Toll, wie Ulrich Tasche hier auch die Idee hatte, in die Werre ein Krokodil hinein zu zeichnen", amüsiert sich Petig.

„Der Lipper an sich – Band 5" von Friedo Petig und Ulrich Tasche gibt es ab nächster Woche für 7,90 Euro im Buchhandel und in den Geschäftsstellen der Lippischen Landes-Zeitung.

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