Gewinner des Hochschulwettbewerbs "PlayGround" stehen fest

veröffentlicht

  • 0
Saskia Peters, Dorus van den Boomen, Johanneke Haverkate (Ensemble „Kollektiv21"), Prof. Lydia Grün, Prof. Godelieve Schrama (Initiatorinnen des Wettbewerbs), Lukas Ziesché, Helene Sattler, Dominik Prager und Nicole Lena de Terry (Ensemble „conDetra", von links). - © HfM Detmold/Plettenberg
Saskia Peters, Dorus van den Boomen, Johanneke Haverkate (Ensemble „Kollektiv21"), Prof. Lydia Grün, Prof. Godelieve Schrama (Initiatorinnen des Wettbewerbs), Lukas Ziesché, Helene Sattler, Dominik Prager und Nicole Lena de Terry (Ensemble „conDetra", von links). (© HfM Detmold/Plettenberg)

Detmold. Zum Neustart des Kulturerlebens nach der Corona-Krise hat die Detmolder Hochschule für Musik mit „PlayGround“ ein neues Wettbewerbsformat aufgelegt. Unter dem Titel „Corona – allein & doch gemeinsam“ waren Studenten jeglicher Fachrichtungen dazu aufgerufen, Beiträge einzureichen, die klassische Musik in neuer Form präsentieren (die LZ berichtete). „Wir müssen offen sein für gesellschaftliche Veränderungen und auch Menschen mit unserer Musik erreichen, die nicht automatisch zu uns kommen“, brachte es die Prorektorin für Künstlerische Angelegenheiten, Prof. Godelieve Schrama, auf den Punkt.

Im Detmolder Sommertheater kam es laut Mitteilung zur Endausscheidung. Zu den Jurymitgliedern zählten neben den beiden Initiatorinnen Prof. Lydia Grün (Musikvermittlung) und Prof. Godelieve Schrama (Prorektorin für Künstlerische Angelegenheiten) auch Prof. Anne Kohler (Chorleitung), Prof. Heike Arnold-Joppich (Elementare Musikpädagogik), Prof. Dr. Mark Barden (Komposition), Christian Kleinert (Sprecherziehung, Sprachgestaltung) sowie Benjamin Joost-Meyer zu Bakum als studentischer Vertreter. Von der Stiftung der Hochschule für Musik Detmold wurden Preisgelder in Höhe von 4000 Euro zur Verfügung gestellt. Dazu kam ein Sonderpreis Diversität, gefördert von der Gleichstellungsbeauftragten der Hochschule, in Höhe von 3000 Euro.

Erster Preis für "conDetra"

Den ersten Preis, dotiert mit 3000 Euro, erhielt das Ensemble „conDetra“. Deren Mitglieder präsentierten unter dem Titel „Geh!HörRäume“ zusammen mit dem Tonmeister Dominik Prager eine hybride Konzert-Performance, in der sie kreativ mit den verschärften Proben- und Aufführungsbedingungen umgingen, um damit neue Klang- und Erlebnisräume zu schaffen: Jeder Zuschauer wandelt mit dem Gesamtklang via Kopfhörer im Ohr von Raum zu Raum, zu Musikerin und Musiker und erlebt so Barockoper zeitgleich im Ganzen und doch solistisch.

Der Sonderpreis Diversität ging an das Ensemble „Kollektiv21“ rund und die beiden Studenten Saskia Peters und Dorus van den Boomen. Unter dem Titel „ECHO“ präsentierten sie ein interaktives und audiovisuelles Wandelkonzert, das sich eindrucksvoll dem Thema Corona widmete und das Bedürfnis nach Kontakt, Verbundenheit und Optimismus für sein Publikum hörbar und sichtbar machte.

Eine Möglichkeit zum Ausprobieren

Einen dritten Preis in Höhe von 500 Euro erhielt die Sängerin Nicole Lena de Terry, die unter dem Titel „Publikumsgespräch“ ein neues Format für einen Liederabend kreierte. Jeweils eine Prämie von 250 Euro erhielten die Gitarristin Yunjia Liu sowie das „Duo Claste“, bestehend aus den beiden Studentinnen Clara Holzapfel und Stefanie Hazenbiller.

Mit „PlayGround“ reagiert die Hochschule auf die Herausforderungen des Kulturbetriebs während der Pandemie. Dabei möchte sie ihren Studenten den Wiedereinstieg ins Konzertgeschehen erleichtern. Gleichzeitig ist der Wettbewerb eine Spiel- und Ausprobierfläche für neue Konzertformate, die den nötigen Raum bieten, ein künstlerisches Risiko einzugehen.

Copyright © Lippische Landes-Zeitung 2021
Inhalte von lz.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Kommentare