Volkshochschule Lippe-West bietet in Augustdorf ersten Sprachkursus an

Täglich wird Deutsch gepaukt

Cordula Gröne

Augustdorfer Flüchtlinge lernen Deutsch: Über den Kursus informieren die Lehrerinnen Angelika Ulrich, Marianne Deppermann, Cornelia Prescher und Dr. Petra Heider von der VHS (von links). - © Cordula Gröne
Augustdorfer Flüchtlinge lernen Deutsch: Über den Kursus informieren die Lehrerinnen Angelika Ulrich, Marianne Deppermann, Cornelia Prescher und Dr. Petra Heider von der VHS (von links). (© Cordula Gröne)

Augustdorf. Der erste Sprachkursus für Flüchtlinge in Augustdorf hat am Dienstag begonnen. In zwei Klassenräumen der Erich-Kästner-Schule fanden sich am frühen Morgen 30 Teilnehmer ein, darunter sogar eine Mutter mit einem kleinen Kind.

Über die hohe Zahl freute sich Iris Diekmann von der Gemeindeverwaltung, die im Vorfeld 43 Personen angeschrieben hatte. Sie vermutet, dass nur so wenig Frauen dabei sind, weil sie nicht wissen, wo sie ihre Kinder lassen können. In den Augustdorfer Kitas sind derzeit alle Plätze besetzt.

Der Unterricht findet in den kommenden Wochen in zwei Klassen, jeweils montags bis freitags von 8.30 bis 15 Uhr, statt. Organisiert hat ihn die Volkshochschule Lippe-West, die weitere Kurse in Leopoldshöhe, Lage und Oerlinghausen anbietet.

Dr. Petra Heider, stellvertretende VHS-Leiterin, sprach die Flüchtlinge gleich auf Englisch an: Einer der meist jüngeren Männer konnte diese Worte schon übersetzen: „Ich heiße....“ Dann füllten die Teilnehmer einen Zettel mit ihrem Namen und weiteren Daten aus, der auch als „Einstufungstest“ diente. Denn die Voraussetzungen sind sehr unterschiedlich. Einige wenige Flüchtlinge können gar nicht schreiben, einige nur auf Arabisch, etliche sprechen allerdings Englisch. Anschließend wurden die Asylbewerber in langam und schneller Lernende eingestuft.

Deutschkenntnisse können inzwischen Flüchtlinge erwerben, bei denen ein dauerhafter Aufenthalt zu erwarten ist und die aus nicht sicheren Herkunftsstaaten kommen. Die Bundesagentur für Arbeit hat dafür Syrien, Eritrea, den Irak und den Iran benannt. Sie finanziert auch den 320 Stunden umfassenden Kursus.

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