Abwassergebühren in Augustdorf steigen

Guntmar Wolff

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Teurer: Die Schmutzwassergebühr hat sich in Augustdorf seit dem 1. Januar um 23 Cent pro Kubikmeter erhöht. - © Guntmar Wolff
Teurer: Die Schmutzwassergebühr hat sich in Augustdorf seit dem 1. Januar um 23 Cent pro Kubikmeter erhöht. (© Guntmar Wolff)

Augustdorf. Seit dem 1. Januar 2019 sind nicht nur auf Bundesebene zahlreiche Gesetze neu gefasst worden, auch in der Sennerandgemeinde hat sich die „Satzung über die Erhebung von Kanalanschlussbeiträgen, Abwassergebühren und Kostenersatz für Grundstücksanschlüsse" – so der sperrige Titel – geändert. Konkret bedeutet das für die Augustdorfer, dass sie mehr für ihr Abwasser zahlen müssen.

Der Gemeinderat hat einstimmig beschlossen, dass die Schmutzwassergebühr mit Beginn dieses Jahres von drei Euro pro Kubikmeter auf 3,23 Euro angehoben wird. „Für eine vierköpfige Familie, die einen durchschnittlichen Monatsverbrauch von zwölf Kubikmeter Wasser hat, bedeutet das eine Mehrbelastung von 2,76 Euro im Monat", rechnet Gemeindewerkebetriebsleiter Armin Zimmermann vor.

In diesem Zug hat der Rat auch die Niederschlagswassergebühr von 0,35 Euro pro Quadratmeter im Jahr um sechs auf 0,41 Cent erhöht. „In der aktuellen Situation sind die von der Gemeindeprüfungsanstalt vorgeschlagenen Erhöhungen der Realsteuerhebesätze und der Abwassergebühren der einzige Weg, um als Kommune eigenständig handlungsfähig zu bleiben", heißt es in der Antragsbegründung. Nur so könne die Gemeinde zum Wohle der Einwohner weiterentwickelt und das Abrutschen in den Nothaushalt in den nächsten Jahren vermieden werden.

In der gemeinsamen Erklärung von Ratsmitgliedern und dem Bürgermeister betonen diese, dass die Gemeindeprüfungsanstalt 2018 eine Erhöhung um bis zu 0,69 Euro pro Kubikmeter Schmutzwasser vorgeschlagen und für vertretbar gehalten habe. „Mit der Erhöhung um 0,23 Euro pro Kubikmeter bleiben wir deutlich unter dem Vorschlag", betont Bürgermeister Dr. Andreas Wulf. „Es ist zu erwarten, dass im Nothaushalt das Land in viel stärkerem Masse als heute die Haushaltsplanung der Gemeinde bestimmen werde", heißt es in der Erklärung weiter. Deshalb wolle man die finanzielle Mehrbelastung der Einwohner so gering wie möglich halten. Augustdorf gehöre in Lippe auch weiterhin zu den Kommunen mit den geringsten Abgaben.

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