Wildgänse sind in Augustdorf angekommen

Guntmar Wolff

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Wildgänse in Augustdorf - © Guntmar Wolff
Wildgänse in Augustdorf (© Guntmar Wolff)

Augustdorf. Zahllose Wildgänse haben sich in den letzten Tagen in Augustdorf eingefunden, viele davon in der Nähe der Sandgrube. „Der Großteil von ihnen kommt aus der arktischen Tundra und überwintert in Ostfriesland sowie am Niederrhein", erklärt Biologin Edda Affeldt. Und auch wenn die Tiere schön anzusehen sind: Sie können regional Schaden anrichten, „da sie gerne die frische Aussaat verputzen", merkt Edda Affeldt an. Wintergetreideäcker mit sprießenden Jungpflanzen, die sehr empfindlich sind, haben es ihnen dabei besonders angetan. Massiver Schaden entsteht immer dann, wenn die Pflanzen ausgezupft oder in den nassen Boden eingetreten werden. Eigentlich seien Grau- und Saatgänse – wie auf dem Foto – Zugvögel, die gewöhnlich im Winter nach Süden ziehen. Sie sind Ende August aus ihren sibirischen Brutgebieten zu ihrer rund 6000 Kilometer langen Reise aufgebrochen.

Allein am Niederrhein wird mit rund 200.000 Wildgänsen gerechnet. „In den letzten Jahrzehnten kann man allerdings beobachten", dass vor allem Graugänse immer weiter im Norden überwintern und dadurch zu Standvögeln werden. Das werde unter anderem durch eine intensivierte Landwirtschaft hervorgerufen, die auch im Winter genügend Nahrung auf abgeernteten oder neu eingesäten Feldern biete. „Aber auch der nachhaltige Schutzstatus im Vergleich zu Südeuropa spielt eine Rolle", weiß die Biologin. Wenn es wieder wärmer wird, jedoch spätestens im Mai werden die Tiere weiterziehen. „Dann geht es zurück nach Sibirien", betont Edda Affeldt. Graugänse werden im zweiten Lebensjahr geschlechtsreif, brüten aber meist erst zwei Jahre später. In Nordrhein-Westfalen genießen die Wildgänse, die mit ihrem Geschnatter schon aus der Entfernung auf sich aufmerksam machen, einen besonderen Schutz, indem sie von der Jagd verschont sind.

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