Presse-Profis des Heeres tagen in Augustdorf

Anja Imig

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Mehr als 50 hauptamtliche Pressesprecher kamen zu einer Arbeitstagung des Presse- und Informationszentrums des Heeres in Augustdorf zusammen. - © Bundeswehr/Torben Schreiber
Mehr als 50 hauptamtliche Pressesprecher kamen zu einer Arbeitstagung des Presse- und Informationszentrums des Heeres in Augustdorf zusammen. (© Bundeswehr/Torben Schreiber)

Augustdorf. Mehr als 50 hauptamtliche Pressesprecher sowie Informationsmanager des Heeres trafen sich in Augustdorf. Oberst Markus Herholt, Leiter des Presse- und Informationszentrums des Heeres in Strausberg, hatte laut Pressemitteilung zahlreiche Besprechungspunkte im Gepäck.

„Das Heer blickt auf ein bewegtes Jahr zurück“, betonte Herholt bei seinem einleitenden Rückblick. Das offizielle Ende des Afghanistan-Einsatzes im Juni 2021 sowie die darauf folgende Luftevakuierungsoperation in Kabul stellten nicht nur für die beteiligten Heeresverbände große Herausforderungen dar, sondern fanden auch in den Medien große Beachtung.

Das Heer steht oft im Fokus

Aktuell verstärkt das Heer die Nato-Einsatzkräfte in Litauen und trägt mit Infanteriekräften in der Slowakei zur Sicherung der Ostflanke des Verteidigungsbündnisses bei. Aber auch in der Heimat stand das Heer oftmals im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses. „Der Einsatz unserer Pioniere im Ahrtal zählte im vergangenen Jahr zu den größten Aufgaben“, betonte Herholt, der seit mehr als zwei Jahren das Pressezentrum des Heeres leitet.

Aktuell erhöht die größte Teilstreitkraft der Bundeswehr ihre Einsatzbereitschaft. Zeitgleich muss geeigneter Nachwuchs für die Kampfverbände gewonnen werden. Oberst Herholt hatte seine Referatsleiter mit an den Sennerand gebracht, die die wesentlichen Aspekte der Presse- und Medienarbeit im Gespräch mit den Tagungsteilnehmern diskutierten.

Die Bundeswehr kommuniziert nicht nur über die Medien mit der Öffentlichkeit, sondern unterhält neben dem zentralen Internetauftritt bundeswehr.de noch zahlreiche Social-Media-Kanäle, auf der Jugendliche und junge Erwachsene für das Thema Bundeswehr begeistert werden sollen. Dabei spielen die Presseoffiziere auf allen Ebenen als „Brücke zwischen der Bundeswehr und der Öffentlichkeit“ immer eine zentrale Rolle. „Die kurzen und direkten Wege sind in der Zusammenarbeit von enormer Bedeutung“, unterstrich der Leiter aus Strausberg mehrfach.

Auf schnelle Informationen angewiesen

Pressesprecher sind im Rahmen der Krisenkommunikation auf schnelle und abgestimmte Informationen angewiesen. Herholt, der zuvor Sprecher für Angelegenheiten des Heeres im Verteidigungsministerium war, weiß um die Bedeutung der engen Zusammenarbeit mit dem Pressefachpersonal des Heeres. Daher sollen nach der Corona-Pandemie wieder in regelmäßigen Abständen Tagungen stattfinden.

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