VHS Bielefeld besucht die „Lipperland-Brigade“

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Im Schießsimulator für Hand- und Panzerabwehrwaffen erklärte Oberstabsgefreiter Justin K. (links) technische Details der unterschiedlichen Waffenmodelle. - © Bundeswehr / Torben Schreiber
Im Schießsimulator für Hand- und Panzerabwehrwaffen erklärte Oberstabsgefreiter Justin K. (links) technische Details der unterschiedlichen Waffenmodelle. (© Bundeswehr / Torben Schreiber)

Augustdorf. Einen exklusiven Blick hinter die Kulissen des Bundeswehrstandortes Augustdorf konnten Kursteilnehmer der Volkshochschule aus Bielefeld werfen. Nach mehreren Terminabsagen aufgrund der Corona-Pandemie besuchte die Gruppe um Kursleiter Ferdinand Müller die Panzerbrigade 21 „Lipperland“.

Presseoffizier Martin Waltemathe führte die zwölfköpfige Besuchergruppe laut einer Pressemitteilung während eines kurzen Impulsvortrages in die aktuelle Lage der Augustdorfer Kampftruppenbrigade ein. „Männer, Technik und Kultur“ lautet das Motto des Bildungsangebotes, dass Müller seit mehr als fünf Jahren bei der Volkshochschule anbietet. Folglich gab es eine Menge Wehrtechnik in verschiedenen Facetten während des Programms in der Rommel-Kaserne zu erleben.

Instandsetzung näher gebracht

VHS-Kursleiter Ferdinand Müller (Fünfter von links) mit seinen Teilnehmern vor dem Stabsgebäude der Panzerbrigade 21 in Augustdorf. - © Bundeswehr / Torben Schreiber
VHS-Kursleiter Ferdinand Müller (Fünfter von links) mit seinen Teilnehmern vor dem Stabsgebäude der Panzerbrigade 21 in Augustdorf. (© Bundeswehr / Torben Schreiber)

Den Anfang machte Frank Kleemann, Stützpunkleiter der Heeresinstandsetzungslogistik GmbH, der sich eine knappe Stunde Zeit nahm, um den Gästen aus der Leineweberstadt die Abläufe der Instandsetzung der schweren Rad- und Kettenfahrzeuge näher zu bringen. Mit mehr als 2500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an über 70 Standorten ist das bundeseigene Unternehmen für die Einsatzbereitschaft der landbasierten Waffensysteme der Bundeswehr zuständig. Kleemann und seine Fachleute reparieren in Augustdorf Großwaffensysteme wie den Kampfpanzer Leopard oder gepanzerte Radfahrzeuge wie den GTK Boxer.

Das Panzergrenadierbataillon 212 stellte den Besuchern das „Arbeitstier“ der Panzergrenadiertruppe vor: Der Schützenpanzer Puma wurde im Januar 2019 offiziell im Bataillon eingeführt und löste nach mehr als 40 Jahren das Vorgängermodell „Marder“ ab. Der „Puma“ zählt zu den leistungsstärksten und modernsten Schützenpanzern weltweit. Im Schießsimulator für Handwaffen und Panzerabwehrhandwaffen zeigte das Team um Ausbildungsfeldwebel Michael S. die vielfältigen Möglichkeiten des computergestützten Schießtrainings.

Eine technische Zeitreise

Gerd Tonnenmacher und Peter Fischer vom Traditionsverein „Fahrsimulator Kette“ nahmen die Kursteilnehmer zum Abschluss mit auf eine technische Zeitreise in die frühen Tage der Panzersimulationstechnik. Die beiden ehemaligen Militärfahrlehrer betreiben mit ihren Vereinskameraden den letzten noch betriebsbereiten Fahrsimulator des Kampfpanzers Leopard 1. Der Kommandostand für den Fahrlehrer sowie die hydraulisch bewegliche Kabine für den Fahrschüler ermöglichen auch fast zwei Jahrzehnte nach Außerdienststellung der Fahrschulkompanie eine rasante Fahrt durchs Gelände.

Ferdinand Müller zeigte sich zum Abschluss des Besuches vom Besuchsprogramm in der Rommel-Kaserne begeistert: „Wir haben den vergangenen Jahren bereits zahlreiche Besuche und Besichtigungen absolviert, aber der heute Tag wird uns noch lange in Erinnerung bleiben“, so der Kursleiter aus Bielefeld.

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