Tor-Unfall: Staatsanwalt will Auskunft

Verein und Gemeinde Augustdorf sollen sich äußern - Detmold sichert Tore

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Bürgermeister Dr. Andreas Wulf hat die Tore sichern lassen - © Archivfoto: Gerstendorf-Welle
Bürgermeister Dr. Andreas Wulf hat die Tore sichern lassen (© Archivfoto: Gerstendorf-Welle)

Augustdorf (mah). Der Augustdorfer Tor-Unfall hat juristische Konsequenzen: Die Staatsanwaltschaft Detmold hat vier Personen benannt, die "theoretisch", wie Oberstaatsanwalt Rolf Vetter es nannte, die Verantwortung für den Unfall tragen könnten.

Bei dem Unfall war im Januar ein elfjähriger Junge verletzt worden, ihm war im Nebenraum der Sporthalle ein Tor auf den Kopf gefallen - die LZ berichtete. Je zwei Vertreter der Gemeinde und des gastgebenden Vereins FC Augustdorf seien den Ermittlungen seiner Behörde zufolge nunmehr um Stellungnahme aufgefordert worden, sagte Vetter auf Anfrage. Alle vier ließen sich nun anwaltlich vertreten. Er erwarte nun, dass Akteneinsicht verlangt werde, dann rechne er mit Stellungnahmen.

"Als Verantwortliche kämen diese vier in den Verdacht, dass es sich eventuell um ein Straftat handeln könnte", sagte Oberstaatsanwalt Vetter vorsichtig. Dass in Augustdorf die Sorgfaltspflicht verletzt worden sei und "etwas nicht in Ordnung" war, liege für ihn allerdings auf der Hand.

Auch als Folge des Unfalls hat die Stadt Detmold zwischenzeitlich in der "grünen Halle" an der Gesamtschule und in der Halle des Leopoldinums Bodenplatten mit Schraubgewinden anbringen lassen. Die kleineren Handballtore können dort ohnehin  verankert werden. "Nun können wir auch die fünf mal zwei Meter großen Tore fest im Boden sichern", erklärte Rolf Pejunk vom Team "Sport und Bäder". Für die Torbefestigung haben bei Hallenturnieren bislang die  gastgebenden Vereine mittels Matten oder ähnlichem gesorgt.

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