Staatsanwaltschaft entscheidet Ende des Jahres über Tor-Unfall

Von Erol Kamisli

Entscheidung zum Tor-Unfall bis Jahresende - © Augustdorf
Entscheidung zum Tor-Unfall bis Jahresende (© Augustdorf)

Augustdorf. Die Staatsanwaltschaft Detmold hat im Zusammenhang mit dem Tor-Unfall im Januar diesen Jahres vier Personen vernommen, die die Verantwortung für den Unfall tragen könnten. Bis Ende des Jahres will die Behörde entscheiden, ob die Ermittlungen eingestellt oder ein Strafbefehl gegen die Beschuldigten ergeht.

Bei dem Unfall während eines Turniers war einem damals Elfjährigen im Nebenraum der Sporthalle ein Tor auf den Kopf gefallen. Ein Vertreter der Gemeinde und drei des gastgebenden Vereins FC Augustdorf hätten im Rahmen der Ermittlungen eine Stellungnahme abgegeben, so Oberstaatsanwalt Ralf Vetter. Gegen die Beschuldigten wird wegen fahrlässiger Körperverletzung ermittelt. Eine Geldstafe sei realistisch.

Die Mutter des inzwischen 12-jährigen Jungen äußert sich in der Samstagsausgabe der LZ ebenfalls zu den Folgen des Unfalls. Unter anderem erzählt sie, dass ihr Sohn sich nach dem Vorfall völlig verändert habe. Er sei grundlos aggressiv, könne sich nicht mehr konzentrieren und scheitere an den leichtesten Aufgaben. "Es wäre gut, wenn die Staatsanwaltschaft entscheidet und wir wissen, wer dafür die Verantwortung trägt", so die Mutter.

Copyright © Lippische Landes-Zeitung 2019
Inhalte von lz.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.