Neue Eichen für die Wistinghauser Senne

veröffentlicht

  • 0
BUZ: Unterstützung der Initiative „Jetzt Aufforsten" werden Bäume im NGP gepflanzt: (v.l.) Vincent Kinzel (Forstwirt und Gründer der Initiative „Jetzt Aufforsten"), Landrat Dr. Axel Lehmann und Daniel Lühr (Projektleiter Naturschutzgroßprojekt Senne und Teutoburger) - © Kreis Lippe
BUZ: Unterstützung der Initiative „Jetzt Aufforsten" werden Bäume im NGP gepflanzt: (v.l.) Vincent Kinzel (Forstwirt und Gründer der Initiative „Jetzt Aufforsten"), Landrat Dr. Axel Lehmann und Daniel Lühr (Projektleiter Naturschutzgroßprojekt Senne und Teutoburger) (© Kreis Lippe)

Augustdorf. Die Spuren sind weithin sichtbar: Trockenheit und der Borkenkäfer haben den Wäldern im Naturschutzgroßprojekt Senne und Teutoburger (NGP) geschadet. Zahlreiche Fichtenbestände sind abgestorben. Mit Unterstützung der Initiative „Jetzt Aufforsten" haben Mitarbeiter des Kreises Lippe den Winter genutzt und frisches Grün in den Wald gebracht. Insgesamt 150 Eichen haben einen Platz in der Wistinghauser Senne gefunden. „Ich freue mich sehr, dass wir mit dieser Kooperation einen klimastabilen Wald stärken. Dadurch stellen wir sicher, dass das Naturschutzgroßprojekt auch in Zukunft ein Ort der Artenvielfalt bleibt", erklärt Landrat Dr. Axel Lehmann.

Die 150 Eichen stammen von Spendern, die über „Jetzt Aufforsten" Geld für Pflanzungsprojekte bereitstellen. Dass die Wahl auf Lippe gefallen ist, hat einen guten Grund: „Bei einer Exkursion lernte ich das Naturschutzgroßprojekt kennen und war sofort begeistert. Was hier für den Naturschutz und die Erholung suchenden Menschen erreicht wurde, ist beeindruckend", erzählt Vincent Kinzel, Forstwirt und Gründer der Initiative. Sein Entschluss, das lippische Projekt mit einer Baumschenkung zu unterstützen, stand daher schnell fest.

Lichter Wald

In Zukunft soll sich in der Wistinghauser Senne ein naturnaher, lichter Eichenwald entwickeln. Bis dies der Fall ist wird jedoch noch etwas Zeit vergehen, denn die Eiche gehört zu den langsam wachsenden Baumarten. Anders als die Fichte ist sie bei uns heimisch und kommt mit den trockenen Bedingungen auf dem Sennesand gut zurecht. „Der Laubbaum ist ein echter Star im Wald. So leben allein etwa 1000 Insektenarten an und von der Eiche", betont Daniel Lühr, Projektleiter des NGP.

Während die gepflanzten Bäume schon erste Wurzeln schlagen, denken die Kooperationspartner bereits über weitere Pflanzungen nach. So sollen Bürger über die Initiative die Gelegenheit bekommen, ihren eigenen „Sennebaum" zu pflanzen.

Weitere Informationen gibt es auf www.jetztaufforsten.de sowie auf www.ngp-senne.de.

Copyright © Lippische Landes-Zeitung 2021
Inhalte von lz.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Kommentare