Berufswunsch Kindertagespflege - neue Kurse starten

veröffentlicht

  • 0
Fürs Foto am Baum: bevor die Kinder kommen, wird das Klettergerüst natürlich wieder auf den Rasen gestellt. Dagmar Freitag (rechts) und Antje Höper packen es gemeinsam an. - © Lippische Landeskirche
Fürs Foto am Baum: bevor die Kinder kommen, wird das Klettergerüst natürlich wieder auf den Rasen gestellt. Dagmar Freitag (rechts) und Antje Höper packen es gemeinsam an. (© Lippische Landeskirche)

Kreis Lippe/Augustdorf. Dagmar Freitag ist seit Anfang 2019 mit Leib und Seele Kindertagespflegerin. Die 55-jährige Augustdorferin hat sich damit ihren absoluten Berufswunsch erfüllt. Wer sich ebenfalls vorstellen kann, Kindertagespflege anzubieten, kann nun bei der Evangelischen Familienbildung der Lippischen Landeskirche ab dem 22. September einen Kursus zur Qualifizierung belegen.

Drei Kinder unter vier Jahren hat Freitag derzeit in der Betreuung bei sich zu Hause: „Das bereitet mir viel Freude, die Entwicklung der Kinder zu beobachten, sie individuell zu begleiten.“ Bewegung steht für sie dabei im Vordergrund – jetzt im Sommer zum Beispiel ist sie viel im Garten mit den Kindern. Da können sie toben, klettern und sich frei entfalten. Alles ist hier für die Kinder ausgerichtet, mit Spielhaus, Klettergerüst, Sandkasten.

Fähigkeiten der Teilnehmer stehen im Vordergrund

Dagmar Freitag hat die Pflegeerlaubnis des Jugendamtes. Die Grundqualifizierung hierfür hat sie bei der Evangelischen Familienbildung der Lippischen Landeskirche absolviert und kann es laut Mitteilung nur empfehlen: „Hier stehen die Fähigkeiten im Vordergrund, die die Teilnehmer mitbringen. Das Wissen wird durch praktische Umsetzung aufgebaut und geschult. Dabei gibt es ein tolles Miteinander.“

Das sei es, was die neue Schulung ausmache, ergänzt Bildungsreferentin Antje Höper: „Die Qualifizierung nach dem neuen Kinderbildungsgesetz – KiBiz – setzt statt auf Frontalunterricht stärker auf die Einbeziehung der Berufserfahrungen und Fähigkeiten, die die Teilnehmer mitbringen.“ Es sei eine umfassende Ausbildung, um den gestiegenen frühpädagogischen Anforderungen an Bildung, Erziehung und Betreuung gerecht zu werden.

Praktikum in der Kita ist notwendig

Diese Grundqualifizierung mit 300 Unterrichtsstunden ist ein notwendiger Baustein für die Pflegeerlaubnis. Hinzu kommen 40 Stunden Praktikum in einer Kita, 40 Stunden Praktikum in einer Kindertagespflegestelle sowie Selbstlerneinheiten. Die Ausbildung endet mit einem Kolloquium. Abschließend erhalten die Teilnehmer ein Zertifikat der Lippischen Landeskirche und können auch eines des Bundesverbands für Kindertagespflege beantragen. Die Gebühren für die Teilnahme betragen 2.800 Euro. Dafür gibt es Zuschüsse.

Dagmar Freitag hat so einen Zuschuss erhalten: „Toll war auch, dass ich schon während der Grundqualifizierung anfangen konnte zu arbeiten und Kinder zuhause betreuen durfte.“ Ein bisschen mulmig ist ihr nur, wenn sie an den Abschied von den Kleinen denkt.

Anmeldung bis zum 6. September. Weitere Infos erhalten Interessierte im Landeskirchenamt bei Antje Höper, Tel.(05231) 976-652.

Copyright © Lippische Landes-Zeitung 2021
Inhalte von lz.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Kommentare