Realschule Aspe setzt auf Technik

Dieter Asbrock

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„Dessertino“ tischt auf: Die Waffelmaschine haben Schüler des 9./10. Jahrgangs in Zusammenarbeit mit dem Süßwaren-Maschinenbauer Sollich gebaut. Technik-Lehrer Hans-Hermann Köster (rechts) erklärt Thomas Mahlmann (links) und Carsten Kießler vom ZDI-Zentrum die Funktionsweise: Auf dem von rechts nach links wandernden Teller wird eine Waffel geschoben und automatisch mit Sahne, Früchten und Puderzucker verziert. „Der Hit bei jeder Schulveranstaltung“, sagt Köster. Zu „Dessertino“ gibt es auf Youtube ein Video. - © Dieter Asbrock
„Dessertino“ tischt auf: Die Waffelmaschine haben Schüler des 9./10. Jahrgangs in Zusammenarbeit mit dem Süßwaren-Maschinenbauer Sollich gebaut. Technik-Lehrer Hans-Hermann Köster (rechts) erklärt Thomas Mahlmann (links) und Carsten Kießler vom ZDI-Zentrum die Funktionsweise: Auf dem von rechts nach links wandernden Teller wird eine Waffel geschoben und automatisch mit Sahne, Früchten und Puderzucker verziert. „Der Hit bei jeder Schulveranstaltung“, sagt Köster. Zu „Dessertino“ gibt es auf Youtube ein Video. (© Dieter Asbrock)

Bad Salzuflen/Werl-Aspe. Vor einem knappen halben Jahr ist die Realschule Aspe erstmals mit dem Gütesiegel „MINT-Schule NRW“ ausgezeichnet worden. Jetzt hat das Engagement der Schule für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik (MINT) einen weiteren Schub bekommen: Am Montag wurde ein Kooperationsvertrag mit dem ZDI-Zentrum Lippe.MINT unterzeichnet.

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Zukunft durch Innovation

Das ZDI-Zentrum Lippe.MINT will die Aktivitäten zur Nachwuchsförderung im naturwissenschaftlich-technischen Bereich fördern, vom Kindergarten bis zur gymnasialen Oberstufe. Dazu sucht es Partner in Wirtschaft und Wissenschaft und bietet Unterstützung bei berufsorientierenden Maßnahmen. Das ZDI-Zentrum richtet zum Beispiel den MINT-Tag in der Lipperlandhalle aus, beteiligt sich am Bobbycar-Solarcup oder dem OWL-Sommercamp, richtet das Lippe-Energy-Camp aus und mehr.

Schon seit vielen Jahren gehört die Zusammenarbeit mit heimischen Unternehmen zu den berufsvorbereitenden Maßnahmen der Realschule Aspe. Auch projektbezogene Zusammenarbeit mit dem ZDI-Zentrum gab es bereits. Die nun beschlossene Zusammenarbeit ist für ZDI-Leiter Carsten Kießler nur folgerichtig: „Die Kontakte der Realschule Aspe zur heimischen Wirtschaft decken auch das ZDI-Spektrum ab.“

Nun wollen beide Einrichtungen sich wenigstens zweimal jährlich darüber abstimmen, welche Aktivitäten in Sachen Studien- und Berufsvorbereitung sie gemeinsam verfolgen. Für die Realschule Aspe erweitert das die Palette der zur Verfügung stehenden Möglichkeiten, etwa durch Einbindung der ZDI-Sommercamps in die Angebote für die eigene Schülerschaft. Das ZDI will die sich verändernde Arbeitswelt stärker in die Schule hineintragen und bei den Schülern Interesse an Hochtechnologie wecken: „Die gibt es auch in Lippe“, so Kießler.

In gewissem Rahmen könne das ZDI-Zentrum auch Fördergelder zur Verfügung stellen, sagte Kießler. Schulleiter Ulrich Ginka und sein Stellvertreter Andreas Wolfs freute das. Gerne würde man zum Beispiel einen 3D-Drucker für den Unterricht in den MINT-Fächern anschaffen. Denn das, so Wolf, gehöre zu den Dingen, die der Schulträger nicht unbedingt anschaffe.

2016 sollen in Aspe umfangreiche Abriss- und Neubaumaßnahmen beginnen. Gninka und Wolf hoffen, dass in einem multifunktionalen Raumkonzept auch die Lernwerkstatt ihren festen Platz findet: „Um die beneiden uns viele“, so Wolf. Als MINT-Realschule sei man die erste Einrichtung, die so etwas anbiete, ergänzte Ginka.

Die Berufsorientierung beginne in Aspe bereits in Klasse 7 auf dem Sektor Holzbearbeitung. Der 8. Jahrgang befasse sich mit Kunststoffen – hier kooperiere man beispielsweise mit dem Coko-Werk. Auch mit den Stadtwerken gebe es verschiedene Projekte, und die Neuntklässler würden traditionell in die Sollich-Lehrwerkstatt geschickt. „Mancher Azubi dort war mal unser Schüler“, sagte Gninka. Was bei dieser Jahre währenden Kooperation herauskommen kann, konnten die ZDI-Vertreter im Technikraum besichtigen: die Waffelmaschine „Dessertino“.

Der gerade unterzeichnete Kooperationsvertrag trug auch gleich erste Früchte: Mahlmann erinnerte sich an eine gebrauchte Werkbank – die würde ihm die Realschule nur zu gerne abnehmen.

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