Werbung und Pläne für die Zukunft des Staatsbades

Dieter Asbrock

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Kurdirektor Stefan Krieger will die Verknüpfung „Kurort" und „ältere Generation" aufbrechen. Mit neuen Tourismus- und Gesundheitsangeboten sollen gezieltjüngere Zielgruppen angesprochen und für einen Aufenthalt in der Salzestadt begeistert werden. - © Dominik Ketz
Kurdirektor Stefan Krieger will die Verknüpfung „Kurort" und „ältere Generation" aufbrechen. Mit neuen Tourismus- und Gesundheitsangeboten sollen gezieltjüngere Zielgruppen angesprochen und für einen Aufenthalt in der Salzestadt begeistert werden. (© Dominik Ketz)

Bad Salzuflen. Vergangene Woche hat Kurdirektor Stefan Krieger auf der Internationalen Tourismusbörse (ITB) in Berlin Flagge gezeigt und Werbung für Bad Salzuflen gemacht. Solche Aktionen sind nur einer von vielen Bausteinen, aus denen das Staatsbad derzeit das „Gesundheits- und Tourismuskonzept 2020 (GTK)“ zusammensetzt.

Ein Zwischenergebnis hatte Krieger unlängst im Hauptausschuss vorgestellt. Bis zum Spätsommer 2015 lief die Bestandsaufnahme, deren Ergebnis die Agentur „Project M“ aus Hamburg im September vorlegte. Derzeit läuft die Konzept- und Umsetzungsplanung. Das ehrgeizige Ziel: Bis Mitte des Jahres soll das GTK stehen und umsetzungsreif sein.

Krieger betrachtet es nicht als auf das Staatsbad beschränkt. Als Tochter der Stadt sei man mitverantwortlich für die Entwicklung derselben – das Konzept sei aber eine gesamtstädtische Aufgabe: „So etwas hat es bislang nicht gegeben.“ Das GTK solle der rote Faden sein, an dem alle Beteiligten und Verantwortlichen sich orientieren.

Dem Kurdirektor ist klar, dass das zu ebenso unvermeidlichen wie notwendigen Diskussionen auch über Versäumnisse der Vergangenheit führen wird. Vieles sei liegen geblieben, in vielen Köpfen gebe es noch immer die Unterscheidung zwischen Stadt und Kurbereich. Die klassische Kurortdenke sei aber passé: „Badekuren sind heute auf ein Zehntel des Umfangs früherer Jahrzehnte geschrumpft“, weiß Cornelius Obier, Geschäftsführer von „Project M“.

Wohin die Reise geht, konnte man dem „Strategischen Marketingplan 2016“ bereits entnehmen, den das Staatsbad vergangenes Jahr erstmals aufgelegt hat, und der sich in weiten Teilen mit dem jetzt in Arbeit befindlichen GTK überschneidet. Grundlage bildet in beiden Fällen eine Analyse der Stärken und Schwächen von Stadt und Staatsbad und den Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung.

Dass das Staatsbad bei der Entwicklung seines Konzeptes aufs Gas tritt, hat seinen Grund, denn andere Kurorte haben diese Hausaufgaben bereits gemacht. Dennoch versucht man sich dabei breit aufzustellen und alle Akteure ins Boot zu holen: Bis zum Herbst werden vier Projektgruppen und zwei öffentliche Veranstaltungen durchgeführt. Läuft alles nach Plan, kann das GTK im Wirtschaftsplan des Staatsbades und im städtischen Etat für 2017 seinen Niederschlag finden.

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