Schötmaraner Schützen ziehen durch die Begastraße

Die Schützen laden ausdrücklich auch Familien mit Migrationshintergrund zu ihrer Großveranstaltung ein

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Imposant: Angeführt von Jens Matthiesen (vorne links), Peter Duckert und dem Spielmannszug Blau-Weiß Lemgo ziehen 300 Kinder mit ihren Familien vom Marktplatz zum Festplatz in der Königsmarsch. - © Jan Christian Pinsch
Imposant: Angeführt von Jens Matthiesen (vorne links), Peter Duckert und dem Spielmannszug Blau-Weiß Lemgo ziehen 300 Kinder mit ihren Familien vom Marktplatz zum Festplatz in der Königsmarsch. (© Jan Christian Pinsch)

Bad Salzuflen-Schötmar. Die Schötmaraner Schützen haben am Sonntag zum 40. Mal ihr großes Osterfeuer veranstaltet. Traditionell lockte es zahlreiche Besucher an. Mehr denn je standen die Kinder im Mittelpunkt – wie ein Umzug mit Signalwirkung zeigte.

Am Sonntag gegen 20.30 Uhr war es soweit: Die „Zündler", darunter die stellvertretende Bürgermeisterin Beate Hoffmann-Hildebrand, Stadtsportverbandsvorsitzender Benjamin Kramer und Vertreter aus den beiden Schützenvereinen, schritten zur Tat, und kurz darauf tauchten lodernde Flammen die Königsmasch in ein warmes Orange.

Drei Stunden zuvor: Dicht gedrängt standen zahlreiche Familien mit Kindern auf dem Schötmaraner Marktplatz. „Es dürften mehr als 500 Teilnehmer sein", freute sich Jens
Matthiesen. Er hatte als Kompanie-Beauftragter den ersten „Osterei-Kinder-Umzug" organisiert. Angeführt von Matthiesen, Major Peter Duckert und dem Spielmannszug Blau-Weiß Lemgo, setzte sich die beeindruckende Menge in Bewegung. Rund 300 Kinder zogen mit ihren Eltern und Verwandten durch die Begastraße und Eduard-Wolff-Straße. Ihr Ziel war der Festplatz am Schützenhaus, an dem wie in den Vorjahren ein besonderer Programmpunkt für die jüngsten Besucher angeboten wurde: das große Eiersuchen.

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Feuerwerk zum 40.

Ein Teil der Einnahmen der großen Osterveranstaltung soll an den örtlichen Kinderschutzbund gespendet werden. Dass sich die Schötmaraner Schützen nun Integration auf ihre Fahnen geschrieben haben, ist für viele Teilnehmer ein starkes Signal gewesen – und war am Sonntagabend bei weitem nicht der einzige Lichtblick: Aus Anlass der 40. Auflage der Veranstaltung gab es kurz nach 22 Uhr noch ein imposantes Feuerwerk.

Rund 2.000 süße Überraschungen warteten im hohen Gras auf ihre kleinen Entdecker. Wer bei der Suche Pech gehabt hatte, erhielt an der Festplatzkasse einen kleinen Trostpreis. Die älteren Besucher kamen derweil im „Disco-Container" oder an der Cocktailbar auf ihre Kosten.

Die Schötmaraner Schützen, deren Einladung in diesem Jahr auch insbesondere an Familien mit Migrationshintergrund gerichtet war, beobachteten das bunte Treiben mit großer Zufriedenheit. „Alle 24 Kitas und die sechs Grundschulen unserer Stadt haben mitgemacht", freute sich Matthiesen.

Auch Sabine Wutke, Leiterin der AWO-Kita in der Heidestraße, hatte viele Kinder zu der Aktion mitgebracht. „Ich finde es gut, dass alle mit eingebunden werden", meinte sie. „Auf diese Weise werden auf beiden Seiten Berührungsängste genommen."

Anke Daubel-Wiele, Leiterin der Grundschule Ahornstraße, begrüßte den Aufruf der Schötmaraner Schützen ebenfalls: „Unsere Anstrengungen laufen in vielfältiger Weise darauf hinaus, alle Kinder gut zu integrieren", erklärte sie. „In den Kindern von heute liegt unsere Zukunft."

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