"Fürstenhof"-Verkauf droht zu scheitern

Stefan Backe

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Leerstand: Seit gut zehn Jahren steht der „Fürstenhof" leer. Jetzt scheint ein weiterer Interessent abgesprungen zu sein. - © Yvonne Glandien
Leerstand: Seit gut zehn Jahren steht der „Fürstenhof" leer. Jetzt scheint ein weiterer Interessent abgesprungen zu sein. (© Yvonne Glandien)

Bad Salzuflen. Im April hatte der Rat einem Interessenten ein Vorkaufsrecht für den „Fürstenhof" zugesichert. Doch die Freude über neues Leben in den alten Gemäuern war offenbar zu früh. Gerüchten zufolge soll das Geschäft mittlerweile gestorben sein. Dem widerspricht Beigeordneter Rolf Oberweis – weiß aber auch von Alternativplanungen des Investors zu berichten.

„Es ist auf keinen Fall geplatzt", betonte der Baudezernent auf Anfrage der LZ. Vielmehr sei die Bereitschaft des potenziellen Investors, ein psychosomatisches Betreuungszentrum in Salzuflen aufzubauen, nach wie vor aktuell. Richtig sei aber, dass die vereinbarte Kaufoption Ende Juli ausgelaufen sei. Eine Verlängerung, die erneut durch den Rat bestätigt werden müsste, sei nicht beantragt worden.

Damit ist der „Fürstenhof", der seit mehr als zehn Jahren nicht mehr genutzt wird und für den die Stadt händeringend einen neuen Besitzer sucht, wieder auf dem Markt. Sollte das Geschäft doch noch zustande kommen, wären die Konditionen frei verhandelbar – für beide Seiten.

Wie berichtet, hatte die Stadt dem Investor – dabei soll es sich um eine Kölner Gesellschaft handeln – im April zugesichert, den 105 Jahre alten „Fürstenhof" innerhalb der Optionsfrist für knapp eine Million Euro erwerben zu können. Wie Bürgermeister Roland Thomas damals betont hatte, sei dieser Preis angesichts des Sanierungsstaus angemessen.

Innerhalb der Frist hatte der Vertragspartner unter anderem auf eigene Rechnung prüfen wollen, mit welchen Kosten die Revitalisierung des „Fürstenhofs" verbunden wäre. Dass die Erkenntnisse aus diesen Untersuchungen einen Kauf verhindert haben, wollte Rolf Oberweis nicht bestätigen. Nach seinen Aussagen liegt das Problem vielmehr in dem Umstand, dass der Investor noch die künftige Ausnutzung sicherstellen müsse.

Dies geschehe in der Regel durch sogenannte Versorgungsvereinbarungen mit großen Unternehmen oder Verbänden. „Und da steht noch nichts fest", betont der Beigeordnete.

Auch LZ-Informationen, wonach der Investor ein Auge auf die Fläche oberhalb des Staatsbad-Vitalzentrums geworfen haben soll, mochte er nicht kommentieren. Es sei allerdings richtig, dass der gleiche Interessent momentan andere Standorte in Salzuflen evaluiere. Einem möglichen Neubau am Vitalzentrum stünde indes wenig im Wege.

Laut Rolf Oberweis ist die Stadt bei dieser Fläche für jegliche Nutzung offen. Einstmals als Hotelstandort angedacht, habe es dort im Laufe der Zeit auch schon Pläne für Altenwohnungen oder eine Klinik gegeben.

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