Mit Videos: Poetry-Slammer begeistern die Zuhörer im Lokation

Wettstreit der Wortkünstler

Heidi Stork

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Kreativer Wortkünstler: Beim zehnten Gleis-1-Poetry-Slam philosophiert der Detmolder Arnulf Heine über das Erwachsenwerden.. - © Heidi Stork
Kreativer Wortkünstler: Beim zehnten Gleis-1-Poetry-Slam philosophiert der Detmolder Arnulf Heine über das Erwachsenwerden.. (© Heidi Stork)

Bad Salzuflen. Für viele Fans ist der Gleis-1-Poetry-Slam im Lokation längst zu einer festen Größe im Jahreskalender geworden. Zum zehnten Mal hatte der moderne Dichterwettstreit am Mittwochabend ein volles Haus und zufriedene Gesichter bei den Mitgliedern des Kulturvereins zur Folge.

Mit seiner launigen Moderation hatte Marc Oliver „Katze" Schuster das Publikum schnell auf seiner Seite. In familiärer Atmosphäre erklärte er die Spielregeln und brachte nicht nur die ausgewählten Juroren mit verschiedenen Applaus-Übungen ins Schwitzen. In einer fest vorgegebenen Zeit trugen acht Wortkünstler ihre Texte vor. Per Applaus entschied das Publikum anschließend über die Qualität der Beiträge. Die Genres reichten dabei von lustig und herzerfrischend über nachdenklich bis hin zu skurrilen und bizarren Texten.

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Den Anfang machte Sonja Husemann aus Spork-Eichholz mit verschiedenen Kindheitserinnerungen. Romina Kehl nahm das Publikum mit zu einem wortgewandten Familienurlaub in Büsum. Eberhardt Kleinschmitt aus Braunschweig philosophierte über die Tücken des Alltags aus der Sicht eines Oldies. Markus Henne aus Lemgo hatte sich für einen humorvollen Mitmach-Text entschieden. Immer wenn seine Textpassagen besonders bizarr und dämlich wurden, sollte das Publikum die sogenannte „Facepalm"-Geste machen. Die gut gelaunten Gäste ließen sich nicht lange bitten und legten entnervt ihre Stirn in die Hand.

Nico aus Gütersloh sprach in seinem utopischen Text über die perfekte Welt, und Arnulf Heine aus Detmold über das Erwachsenwerden. Manuel Busse aus Hamm widmete sich den „Randgruppenthemen Beziehung, Liebe und Sandburgenbau". Beeindruckend war der Vortrag von Sven Hensel aus Bochum, der in rasender Geschwindigkeit immer neue Anagramme bildete und die Gäste mit temporeichen Wortspielereien fast von den Stühlen riss.

Am Ende hatten der Lemgoer Markus Henne und Sven Hensel die Nasen vorn.Weil sich die beiden Wettstreiter im Finale ein hartes Kopf-an-Kopf-Rennen lieferten, traf das Publikum schließlich eine salomonische Entscheidung, so dass es zwei Sieger gab.

Der Vorsitzende des Kulturvereins „Gleis 1", Georg Kälble, freute sich über die gelungene Veranstaltung, die als Sprungbrett für Kleinkunst-Karrieren gilt. Für musikalische Unterhaltung sorgten am Jörg Reiners von „Dreistrom" und sein Sohn Tammo Brinner mit Stücken von den Beatles und Neil Young.

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