Mehr als 300 Gäste feiern mit den Bad Salzufler Schützen

Guntmar Wolff

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Hingucker: Die Bauchtanzgruppe „Shining Treasure" begeistert beim Jubiläumsball im Kurhaus. Doch auch die Schützen erweisen sich im 
Anschluss als überaus tanzfreudig - © Guntmar Wolff
Hingucker: Die Bauchtanzgruppe „Shining Treasure" begeistert beim Jubiläumsball im Kurhaus. Doch auch die Schützen erweisen sich im 
Anschluss als überaus tanzfreudig (© Guntmar Wolff)

Bad Salzuflen. Der Saal war voll, die Stimmung ausgelassen. Einmal mehr haben die Schützen bewiesen, wie überaus lebendig ihr Traditionsverein ist. Und das im 450. Jahr seines Bestehens.

308 Gäste strömten am Samstag in das Kurhaus. Dort richtete die Schützengesellschaft Bad Salzuflen von 1567 einen großen Jubiläumsball aus. „450 Jahre Schützengesellschaft, das ist ein Grund zu feiern", begrüßte Vorsitzender Thomas Riepe die Gäste. Und die waren aus Nah und Fern angereist.

So waren neben der Gilde Grün-Weiß Brennhorst, dem Schützenkreis Lippe und dem Schützenverein Todenmann auch Schützen aus Bad Meinberg, Alshausen, Meiersfeld-Rödlinghausen, Detmold, Wehren, Alverdissen, Schötmar und Horn anwesend. Ansprachen gab es von Landrat Axel Lehmann, von Heinrich Wallbaum vom Schützenkreis Lippe und von Jens Wortmann vom Landessportbund.

Die Gäste erwartete ein kurzweiliger Abend mit exquisitem Essen und bester Unterhaltung. Reichlich Stimmung entfachte auch die Bauchtanzgruppe „Shining Treasure". Mit viel Eleganz und Anmut verzauberten die fünf Tänzerinnen die Zuschauer, die lang anhaltenden Beifall für die gelungene Aufführung spendeten. Im Anschluss gab die „California Dreamband" ihren Einstand, die mit vielen Evergreens das Publikum zum Tanzen lockte.

Sängerin Esther Filly brachte die Menge als Amy Winehouse zum Toben. „Ich hatte das Gefühl, Winehouse ist auferstanden", zeigte sich Besucherin Cornelia Bollhöfer von dem Auftritt der Künstlerin begeistert. Im Laufe des Abends wurde es dann noch einmal spannend, als die Gewinner der Tombola bekanntgegeben wurden. So durfte sich ein Mitglied der Schützengesellschaft Bad Meinberg über den Hauptgewinn – eine dreitägige Flusskreuzfahrt von Düsseldorf nach Nijmegen – freuen.

Gefeiert wurde bis 4 Uhr am Morgen. Und das, ohne dass es Klagen von den Nachbarn gab. Wie im Vorfeld berichtet, sollte der Galaball zunächst im „Maritim" stattfinden, musste dann aber aufgrund von Beschwerden einer Anwohnerin kurzfristig verlegt werden.

Jürgen Hilschenz, Hauptmann der 5. Kompanie, war mit dem Verlauf des Festes dennoch überaus zufrieden. Denn obwohl die Lokalität sehr kurzfristig habe gewechselt werden müssen, sei alles reibungslos abgelaufen. Dabei hätten sich die Schützen bemüht, keinen Lärm im Außenbereich zu erzeugen, und das mit Erfolg: Beschwerden hat es nach Aussagen von Hilschenz zu keinem Zeitpunkt gegeben. Sein besonderer Dank galt dem Festkommitee, das unglaublich gute Arbeit geleistet habe und auch den Verantwortlichen im „Maritim", die das Catering kurzfristig im Kurhaus realisierten.

Und natürlich musste es an so einem besonderen Abend auch Ehrungen geben. So wurde Major Edward Müller zum Ehrenmitglied ernannt, Rolf Wolter erhielt eine Anerkennung für die überaus gelungene Festschrift des Vereins, die auch erworben werden kann.

Lange Zeit zum Ausruhen haben die Organisatoren nach der großen Sause nicht. Denn im Jubiläumsjahr 2017 steht bereits das nächste Großereignis an: Am Samstag, 20. Mai, richtet die Gesellschaft den Lippischen Schützentag in Bad Salzuflen aus. Dann wird es auch einen großen Umzug durch die Innenstadt geben.

Gründungsjahr ist in Stein gemeißelt
Ein Zeugnis des 450-jährigen Bestehens der Schützengesellschaft Bad Salzuflen ist ein alter, kunstvoll behauener Stein. Der steht an der Schießsportanlage am Obernberg und weist die Gründungsdaten in gemeißelten Zahlen auf: Bis ins Jahr 1567 gehen die Wurzeln der Schützengesellschaft zurück. Bis 1964 war der Stein in die Stützmauer des Kreckeschen Gartens am Herforder Tor eingelassen, bevor die Gesellschaft das Wahrzeichen zurück an ihren Vereinsort holte. Ebenfalls auf dem Schützenwall hat sich der steinerne Tisch befunden, dessen große Platte Sinnspruch und die Jahreszahl 1567 aufweist.

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