Feuerwehr löscht Schuppen in Werl-Aspe - Waren Böller schuld?

Jost Wolf

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Die Reste eines Schuppens: Nach einem Brand in der Oststraße in Werl-Aspe ist die Feuerwehr mit Aufräumarbeiten beschäftigt. Brandermittler der Polizei (rechts) sind ebenfalls vor Ort. - © Jost Wolf
Die Reste eines Schuppens: Nach einem Brand in der Oststraße in Werl-Aspe ist die Feuerwehr mit Aufräumarbeiten beschäftigt. Brandermittler der Polizei (rechts) sind ebenfalls vor Ort. (© Jost Wolf)
Die Reste eines Schuppens: Nach einem Brand in der Oststraße in Werl-Aspe ist die Feuerwehr mit Aufräumarbeiten beschäftigt. - © Jost Wolf
Die Reste eines Schuppens: Nach einem Brand in der Oststraße in Werl-Aspe ist die Feuerwehr mit Aufräumarbeiten beschäftigt. (© Jost Wolf)

Bad Salzuflen/Werl-Aspe. Mit dem Stichworten "Feuer 3 Wohnungsbrand" ist die Bad Salzufler Feuerwehr am Sonntag um 22.55 Uhr alarmiert worden. "Bei der Anfahrt auf den Einsatzort Oststraße konnten wir den Feuerschein schon sehen", berichtete Dominik Kerscher vom Einsatzleitwagen. "Kurz darauf wurde auf ,Feuer 4' erhöht."

Im Terrassenbereich einer Doppelhaushälfte brannte ein Schuppen, den die Feuerwehrkameraden per C-Rohr löschten. "Dabei wurden auch drei leere Gasflaschen in Sicherheit gebracht", berichtete Kerscher. Ob die Sicherheitsventile der Flaschen während des Brands das Gas abgeblasen hatten oder ob sie leer im Bereich der Terrasse gelagert worden waren, ist unter anderem Gegenstand der Brandermittlungen der Polizei.

Das Feuer hatte sich vom Schuppen auch geringfügig auf den Dachstuhl des Hauses ausgebreitet, der mit einer Photovoltaik-Anlage ausgestattet war. Durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehr konnte der Brand schließlich unter Kontrolle gebracht werden. "Ein Trupp war unter Atemschutz im Spitzboden im Einsatz", berichtet Kerscher, "aber der Wohnbereich blieb rauchfrei." Die Bewohner der vom Feuer nicht betroffenen hinteren Hälfte des Doppelhauses konnten bald in ihre Wohnung zurückkehren. Das Ehepaar in der vorderen Haushälfte hatte, nachdem es den Brand bemerkte, noch selbst versucht, zu löschen. Der Ehemann wurde mit leichten Rauchvergiftungen ins Klinikum gebracht. Kurz vor Mitternacht konnte "Feuer aus" gemeldet werden.

Mit 70 Kräften war die Feuerwehr Bad Salzuflen im Einsatz. Ebenso vor Ort war der Kreisbrandmeister und der Atemschutzcontainer des Kreises. Alarmiert worden waren die hauptamtlichen Kräfte aus Bad Salzuflen, der Löschzug Schötmar/Werl-Aspe und die Löschgruppe Wülfer-Bexten. Die Löschgruppe Bad Salzuflen kam mit ihrem Teleskopmast zur Hilfe, die Löschgruppe Retzen mit ihrem Schlauchwagen. Aus Ahmsen wurde das Tanklöschfahrzeug angefordert und der Löschzug Holzhausen besetzte die Feuerwache, um für mögliche weitere Einsätze vorbereitet zu sein.

Die Brandursache steht bislang nicht fest, teilt die Polizei am Montagvormittag mit. Die Ermittlungen dauern an.

Kurz vor Brandentdeckung hörten Zeugen das typische Krachen von Silvesterböllern und bemerkten in diesem Zusammenhang vier bis fünf Jugendliche etwa zwischen 14 und 17 Jahren, die in unbekannte Richtung wegliefen.

Die Polizei sucht nun Zeugen. Hinweise an Tel. 05231-6090.

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