Klinik Lipperland nach starker Rauchentwicklung evakuiert

Daniel Hobein, Alexandra Schaller und Sven Kienscherf

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Schnell reagiert: Das Klinikpersonal hat die Patienten der Lipperlandklinik nach Auslösung der Brandmeldeanlage ins Freie gebracht. Rund 45 Einsatzkräfte waren am Mittwochabend vor Ort. - © Daniel Hobein
Schnell reagiert: Das Klinikpersonal hat die Patienten der Lipperlandklinik nach Auslösung der Brandmeldeanlage ins Freie gebracht. Rund 45 Einsatzkräfte waren am Mittwochabend vor Ort. (© Daniel Hobein)

Bad Salzuflen. Starker Rauch hat am späten Mittwochabend einen Feuerwehreinsatz in der Lipperlandklinik am Ostpark nötig gemacht: Gegen 22.15 Uhr wurden rund 45 Einsatzkräfte der Bad Salzufler Wehr durch eine Brandmeldeanlage alarmiert. Der Einsatz verlief glimpflich, verletzt wurde niemand.

Vor Ort kam den Feuerwehrleuten auf einem der Flure Rauch entgegen. Die Ursache: In einem Brennofen für Keramik- und Tongefäße hatte eine Lasur offensichtlich die hohen Temperaturen des Ofens nicht vertragen und stark angefangen zu qualmen. Nachdem die Einsatzkräfte die Situation entschärft hatten, konnten alle Patienten wieder zurück in ihre Zimmer.

Während sich die Feuerwehr mit der schnellen Evakuierung des Gebäudes und der Patienten recht zufrieden zeigte, da ein Großteil der Menschen bereits beim Eintreffen der Feuerwehr die Klinik verlassen hatte, gibt es von einem Patienten Kritik am Prozedere. „Man wurde irritiert aus dem Schlaf gerissen, und dann ging es doch recht chaotisch zu", sagt der Mann, der namentlich nicht genannt werden möchte.

Er habe beim Verlassen des Gebäudes kein Personal wahrgenommen, zudem seien die Patienten durch die unterschiedlichsten Ausgänge ins Freie geströmt – einen zentralen Sammelplatz habe es nicht gegeben. „Das hätte auch ganz anders ausgehen können", meint der Patient. Die Klinikleitung sieht das anders. Die Evakuierung der Patienten habe gut geklappt, sagt Thomas Wegener, Kaufmännischer Direktor der Klinik. „Die Feuerwehr hat sich lobend geäußert." Gleichwohl sei es für die Patienten natürlich nicht schön, wenn sie aus dem Schlaf gerissen würden. Er könne den Unmut daher zum Teil verstehen.

Aus Sicht der Feuerwehr ist ebenfalls alles „hervorragend gelaufen", wie Einsatzleiter Martin Brummermann sagt. Die Rückmeldungen der Patienten, mit denen die Feuerwehr gesprochen habe, seien durchweg positiv gewesen.

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