Die Ostwestfalenstraße wird ab 2021 verlängert

Thomas Reineke und Joachim Uthmann

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Der Weg für den Bau der neuen L 712n ist frei. Sie wird auf die Herforder Straße in Brake münden, deshalb soll die vierspurig ausgebaut werden. Doch dagegen regt sich Widerstand. | - © Wolfgang Rudolf
Der Weg für den Bau der neuen L 712n ist frei. Sie wird auf die Herforder Straße in Brake münden, deshalb soll die vierspurig ausgebaut werden. Doch dagegen regt sich Widerstand. | (© Wolfgang Rudolf)

Bielefeld/Bad Salzuflen-Lockhausen. Zwei große Straßenprojekte kurz hinter der Stadtgrenze zu Bielefeld sollen die Verkehrsströme neu ordnen. Der Verkehr aus und nach Lippe und von der A2 soll künftig nicht mehr über die Altenhagener und Milser Straße, sondern über die L712n fließen, die an Milse vorbei zur Herforder Straße (B 61) geführt wird.

Diese führt heute zweispurig bis Bielefeld-Baumheide. Auch das soll sich ändern. Doch der geplante vierspurige Ausbau stößt auf neue Kritik.

Wie berichtet, hat das Oberverwaltungsgericht Münster den Weg für den Weiterbau der L712 n ab dem heutigen Endpunkt nahe Lockhausen freigemacht, weil es die Berufung gegen Urteile des Verwaltungsgerichts Minden ablehnte. Damit ist der Bau der 2,3 Kilometer langen, dreispurigen Verlängerung (2+1-Spuren zum sicheren Überholen) der Ostwestfalenstraße mit dem neuen großen Knoten Herforder und Grafenheider 
Straße rechtens und kann unmittelbar beginnen.

Der Landesbetrieb Straßenbau Straßen.NRW, der für diesen gut 20 Millionen Euro teuren Abschnitt zuständig ist, sei erfreut, sagt Sprecher Sven Johanning. Jahrzehnte war um die Verlängerung gerungen worden. Bis der Bau startet, dürfte es aber noch mehr als ein Jahr dauern. Denn jetzt könnten erst die Detailpläne erarbeitet, die noch fehlenden Grundstücke gekauft und die Arbeiten ausgeschrieben werden, so Johanning. Gerechnet wird mit gut zwei Jahren Bauzeit.

Ab 2023 oder 2024 erwarten die Verkehrsplaner dann deutlich mehr Autos auf der Herforder Straße zwischen Baumheide, bis wo sie vom Bielefelder Zentrum aus vierspurig ausgebaut ist, und dem Stadtteil Brake. Deshalb plant die Leineweberstadt schon seit langem einen vierspurigen Ausbau der Herforder Straße bis dort. „Das sollte Hand in Hand mit der L712 n gehen", sagt Frank Homann vom Amt für Verkehr.

Vor 2025/2026 wäre der 12,5 Millionen Euro teure Ausbau aber kaum abgeschlossen. Allerdings nährt die Verkehrswende in Bielefeld Zweifel, ob der vierspurige Ausbau noch gerechtfertigt ist. Unter anderem wird im Oberzentrum der zentrale Jahnplatz für den motorisierten Verkehr zurückgebaut.

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