Keine weiteren Ermittlungen nach Tötungsdelikt in Bad Salzuflen

Sven Kienscherf

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Polizisten sperren am Dienstag die Mozartstraße in Teilen ab, nachdem ein 43-jähriger Mann in einem Haus seinen 13-jährigen Sohn mit einem Messer getötet hatte. - © Sven Kienscherf(LZ)
Polizisten sperren am Dienstag die Mozartstraße in Teilen ab, nachdem ein 43-jähriger Mann in einem Haus seinen 13-jährigen Sohn mit einem Messer getötet hatte. (© Sven Kienscherf(LZ))

Bad Salzuflen. Nachdem am Dienstag ein 43-jähriger Mann seinen 13-jährigen Sohn in einem Haus in der Salzufler Mozartstraße getötet hatte und sich dann selbst das Leben nahm, bleibt das Motiv wohl ungeklärt. Das teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Die Obduktion der Leichen durch Rechtsmediziner der Universitätsklinik Münster ergab demnach, dass der Sohn an den Folgen eines Messerstiches in den Oberkörper starb. Im Anschluss daran fügte sich der Vater mehrere Stichverletzungen mit einem Messer zu, an deren Folgen er starb. Da der Täter nicht mehr zur Rechenschaft gezogen werden könne, seien weitere Ermittlungen nicht geplant, so Oberstaatsanwalt Christopher Imig.

Ein toxikologisches Gutachten lag allerdings noch nicht vor, ob der Mann also zum Tatzeitpunkt unter Einfluss von Alkohol oder anderen Drogen stand, bleibt damit offen. In einer ersten Vernehmung hatte die Frau das Verhältnis von Vater und Sohn als normal beschrieben.

Nachbarn berichteten am Dienstagmittag gegenüber der LZ von einem lautstarken Streit, den sie morgens aus dem Haus gehört hatten. Kurze Zeit später sei die Mutter gegen 8.40 Uhr offenbar nahezu unbekleidet und mit Verletzungen auf die Straße gelaufen. Nachbarn kümmerten sich um die 42-Jährige und riefen die Polizei.

Die Beamten fanden Vater und Sohn bereits tot vor, als sie in der Wohnung eintrafen. Bis zu der Tat lebte die Familie laut Nachbarn wohl weitgehend unauffällig in der Wohngegend.

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