Streit um Schild an teurer Yacht: Salzufler Firma einigt sich auf Vergleich

Janet König

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Streit um Luxusyacht - © Symbolbild: Pixabay
Streit um Luxusyacht (© Symbolbild: Pixabay)

Kreis Lippe. Ein skurriler Streit um die Herstellung einer Namensplatte hat kürzlich das Detmolder Landgericht beschäftigt. Eine Firma hatte ein Salzufler Unternehmen beauftragt, für eine teure Luxusmotoryacht eine dreieinhalb mal zwei Meter große Namensplatte mit Schiffsnamen aus Edelstahl zu gestalten. Für einen Teil der Platte beauftragte daraufhin die Salzufler Firma einen in Bremen ansässigen Spezialisten. Weil die Salzufler nach Angaben des Landgerichts offenbar mit der Umsetzung alles andere als zufrieden gewesen sind, wollte die Salzufler Firma den vereinbarten Preis nicht zahlen. Am Ende einigten sich die Parteien auf einen Vergleich.

Teuerste Yacht der Welt?

Bei der Luxusyacht handelt es sich mit einem Wert von 600 Millionen Euro um eine der zehn teuersten Yachten der Welt, heißt es dazu vom Landgericht. Als Werklohn seien zunächst 53.000 Euro für die Plakette aus lackiertem Kohlefaser-Sandwich-Laminat vereinbart worden. Da das kostbare Stück jedoch glänzend poliert und nicht - wie wohl eigentlich vereinbart - matt belassen worden war, habe die Salzufler Firma die Zahlung der restlichen 34.000 Euro komplett verweigert. Ihrer Ansicht nach habe die Plakette durch den Glanz erhebliche Mängel aufgewiesen. Im Zivilrechtsstreit hier in Detmold wurden sich die Parteien dann doch noch einig.

Die Salzufler Firma zahlt noch weitere 20.000 Euro, teilt Landgerichtssprecher Wolfram Wormuth mit. Damit seien ebenfalls die Ansprüche auf weitere behauptete Mängel vom Tisch. Für den Spezial-Auftrag an die Bremer zahlt das lippische Unternehmen somit rund 14.000 Euro weniger als vereinbart.

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version des Textes kam es durch eine missverständliche Formulierung zu einem fehlerhaften Sachverhalt. Der Inhalt ist inzwischen korrigiert.

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