Basteln für Rumänien: Gehäkelte Perlenketten sind der Renner

Mattlen Küllmer und LZ

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Helga Vetter (von links), Waltraud Brokmann, Dorothee Schalk, Anneliese Kampen und Inge Grotegut sind Mitglied im Bastelkreis. - © Birgit Krome-Mühlenmeier
Helga Vetter (von links), Waltraud Brokmann, Dorothee Schalk, Anneliese Kampen und Inge Grotegut sind Mitglied im Bastelkreis. (© Birgit Krome-Mühlenmeier)

Bad Salzuflen/Werl-Aspe/Wülfer-Bexten. „Seit 1982 basteln wir schon. Es hat uns stets viel Freude gemacht und tut es immer noch.“ Mit lachenden Gesichtern betrachten die Damen des Bastelkreises der evangelisch-reformierten Kirchengemeinde Wülfer-Knetterheide die Fotos von den Anfängen und lassen die letzten 40 Jahre Revue passieren. Zum Erntedank am Sonntag, 2. Oktober, laden die Frauen auf 10 Uhr ins Gemeindehaus an der Bohlenstraße 25 ein. Im Anschluss wird es einen Bastel-Basar geben.

Alles begann mit 15 Frauen, deren Gemeinschaft ein Ausgleich zu Arbeit und Alltag war, wie es in einer Pressemitteilung der Gemeinde heißt. Es entstanden Kleinigkeiten, die beim Weihnachtsmarkt verkauft wurden: Schürzen, Gehäkeltes, gestrickte Socken, Lavendelsäckchen, Feinstickereien und Quittengelee. Die Qualität und der Preis sprachen sich schnell herum und so wurde das Angebot stetig erweitert. Der Renner sind bis heute gehäkelte Perlenketten, aus alten Gesangbuchseiten gefaltete Engel und beleuchtete Basketta-Sterne, heißt es.

"Rumänienhilfe" ist der rote Faden

Seit einem Besuch in Siebenbürgen in Rumänien im Jahre 2000 ist es dem Bastelkreis ein besonderes Anliegen, die Diakonie in Mediasch mit ihrem dortigen Altenheim zu unterstützen. Seitdem zieht sich die „Rumänienhilfe“ wie ein roter Faden durch das Engagement der Frauen. Unzählige Pakete im Wert von vielen tausend Euro wurden im Gemeindehaus gepackt und nach Rumänien geschickt, zuletzt logistisch unterstützt vom Hilfsverein „Agape“.

Seit Rumänien Teil der Europäischen Union ist, habe sich die Not in Siebenbürgen aber gebessert und Nahrungsmittelpakete seien nicht mehr nötig, heißt es in der Pressemitteilung. „Immer, wenn wir wieder 1000 Euro zusammen haben, überweisen wir das Geld lieber. Besonders die Menschen im Altenheim freuen sich über Unternehmungen oder Anschaffungen, die sonst nicht im Budget liegen“, erläutert Dorothee Schalk vom Bastelkreis.

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