Erster Dörentruper Familientag kommt bei allen gut an

Reinhold Sölter

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Gut gezielt: Mit dem Wasserstrahl treiben die Familie einen Ball durch eine Spirale. - © Reinhold Sölter
Gut gezielt: Mit dem Wasserstrahl treiben die Familie einen Ball durch eine Spirale. (© Reinhold Sölter)

Dörentrup-Farmbeck. Uneingeschränkt „gut" – diese Schulnote vergibt Stephan Büker für die Stimmung an den Ständen zwischen seinem Landhaus Begatal und dem Bahnhof. Beim ersten Dörentruper Familientag „können die Kinder spielen, die Eltern Informationen austauschen und sich unterhalten – leckeres Essen und Trinken gibt es auch", fasste Büker die Rahmenbedingungen zusammen.

Dafür hatten die Gemeinde Dörentrup, das Familienzentrum Abakus und die Volkshochschule Detmold-Lemgo ihre Kräfte bei den Planungen gebündelt. Entstanden war ein Angebot für Kinder aller Altersstufen. Unter anderem bot die Landeseisenbahn an, zwischen alter Molkerei und Begabrücke im Führerstand mitzufahren. Das nahm Familie Jesse aus Dörentrup gerne an – mit strahlenden Gesichtern stieg die komplette Familie wieder aus der Lok. Auch der Kommentar von Sohn Ben war eindeutig: Daumen nach oben.

Auf dem Gelände der Bahnmeisterei Farmbeck empfing Edwin Bormann die Besucher mit farbigen Sprühdosen. Den Kindern zeigte der professionelle Graffitikünstler den Umgang mit den Sprühdosen. Je nach Geschwindigkeit, Abstand zur Wand und Außentemperatur verhält sich die Farbe nämlich anders – und auch das richtige Gefühl für den Daumendruck muss erst einmal entwickelt werden.

Auf dem Parkplatz des Landhauses Begatal stand Kinderschminken auf dem Programm Aussehen. Hier wurden nicht nur die Gesichter bemalt, sondern auch Strähnen in die Haare geflochten. Beim Jugendrotkreuz gab es einen Probeverband ums Knie oder Armgelenk. Wasserspiele bot die Freiwillige Feuerwehr, was gut zu den Temperaturen passte.

So konnte der Nachwuchs einen Ball durch eine Spirale treiben – mit dem Strahl der Wasserspritze. Mit einem abgerollten Schlauch galt es, Kegel umzuwerfen oder mit der Suppenkelle Wasser von Eimer zu Eimer zu transportieren. Die „Rollende Waldschule" der Kreisjägerschaft präsentierte die heimische Tierwelt an Land und in der Luft und Landschaftspfleger Jürgen Lampe hatte seine Schafe zum Streicheln mitgemacht; und im Heilkräuterparcours gab es sogar etwas zu gewinnen. „Mitmachen" hieß das Zauberwort des Dörentruper Familientages und alle nahmen die Einladung an.

Sprachgesang auf CD verewigt

Daniel Schneider aus Lage von der „Rap-School NRW" hat in Dörentrup mit Kindern den sprechmelodischen Umgang mit Wörtern und Sätzen einstudiert. Zum ausgewählten Thema „Unser Leben" wurden in der Rap-Schule jeweils zwei Sätze, genannt „Bars", mit Endreim formuliert und akustisch untermalt: als „Rap-Flow".

Das Ergebnis wurde dann auf einer CD verewigt. „Mazn" aus Minden zeigte den Kindern seine Mundakrobatik, das „Beatboxing". Dabei konnten die Begriffe Pizza und Katze mit Kick-, High-Head- und Snare-Zischlauten zu einer Einheit verschmolzen werden.

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