Barntruper Feuerwehr blickt nach dem Großbrand 
auf 2018 zurück

Sylvia Frevert

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Großeinsatz: Das neue Jahr hat für die Barntruper Feuerwehr arbeitsreich mit der Bekämpfung des Großbrandes einer Lagerhalle begonnen. - © Jannik Stodiek
Großeinsatz: Das neue Jahr hat für die Barntruper Feuerwehr arbeitsreich mit der Bekämpfung des Großbrandes einer Lagerhalle begonnen. (© Jannik Stodiek)

Barntrup. Mehr Einsätze, mehr geleistete Stunden, mehr Fortbildungen und mehr Mitglieder: Die Freiwillige Feuerwehr Barntrup hat im vergangenen Jahr Steigerungen in allen Bereichen verzeichnet. Für viele Anwesende der Mitgliederversammlung am Samstagabend hatte das Jahr aber turbulent begonnen: mit dem Großbrand in der Kleinbahnstraße nur einen Tag vorher.

120 Mal wurden die Feuerwehr-Kameraden 2018 gerufen. „Das entspricht einer Steigerung von satten 35 Prozent", erklärte Wehrführer Stefan Jakob, der im vergangenen Jahr die Leitung mit seinem Stellvertreter Ian Thomi übernommen hatte. Mehr als 20.000 Dienststunden leisteten die Wehrleute, Fortbildungen inklusive. Zugleich wurden die Brandschützer zu so vielen Einsätze wie noch nie gerufen. In 22 Fällen handelte es sich um Fehlalarme, zumeist ausgelöst durch Brandmeldeanlagen. Einen noch größeren Anteil als die Feuermeldungen nahmen die Technischen Hilfeleistungen ein. „Ungewöhnlich hoch", so Jakob, war hier die Zahl der Ölschäden. Sie seien ein Ärgernis, weil „wir uns immer öfter für unsere Maßnahmen gegenüber den Versicherern rechtfertigen müssen."

3408 Stunden war die Feuerwehr im Einsatz, wobei Sturmtief „Friederike" die Brandschützer gleich im Januar mit 26 Einsatzstellen stark in Anspruch nahm. ABC-Einsätze, überörtliche Hilfe, Wasserschäden, Menschen in Notlagen – die Aufgaben der Feuerwehr sind vielfältig und anspruchsvoll. Umso erfreuter zeigte sich die Wehrführung, dass sie auch 2018 wieder Menschen für den Dienst in der Feuerwehr gewinnen und die Zahl der Kameraden mit zehn Neuzugängen auf 129 aufstocken konnte.

Die hohe Zahl der Quereinsteiger erklärt Pressesprecher Jörg Mengedoht, der frisch zum Oberbrandmeister befördert wurde, mit erfolgreichen Werbe-Aktionen. Für seinen Einsatz, darunter auch bei der Brandschutzerziehung, erhielt Mengedoht außerdem die Verdienstspange der Feuerwehr Barntrup. Zahlreiche weitere Wehrleute wurden geehrt (Bericht folgt).

Zufrieden zeigte sich die Wehrführung mit der Zusammenarbeit mit der Stadt und dem Stand der neu beschafften Fahrzeuge. Keine Kritik gab es auch in Bezug auf die Ausstattungen der Gerätehäuser.

Vom ehemaligen Magowsky-Markt bleibt nur Schutt
Den Großbrand einer Lagerhalle in der Kleinbahnstraße hatten die Barntruper am Freitag mit Unterstützung von Nachbarwehren und einem Aufgebot von 200 Einsatzkräften bekämpft (die LZ berichtete). „Alle Brandnester wurden noch am Freitag gelöscht", erklärt Feuerwehr-Pressesprecher Jörg Mengedoht.

Er erinnert sich an den Einsatz der beiden Abriss-Bagger, die ihre Arbeit am Freitag gegen 15 Uhr aufnahmen. So konnte der Löschangriff zum Zentrum des Brandes im Gebäudeinneren durchdringen. Was vom ehemaligen Magowsky-Markt übrigblieb, ist ein riesiger Haufen Bauschutt. Mit dem Abrücken vom Brandort war aber für die Feuerwehrkameraden der Tag noch nicht vorbei. „Wir mussten am Abend noch unsere Einsatzbereitschaft wiederherstellen", beschreibt Mengedoht die Arbeiten an den Fahrzeugen und den Atemschutzgeräten. Zur Brandursache und zur Schadenshöhe wird eine Stellungnahme der Brandermittler der Polizei erwartet.

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