Eschenbrucher Wallach wird Krimi-Held

Autor Frank Zawierucha veröffentlicht ein Buch über „Consuelo“

Marlen Grote

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Erst eine Netz-Berühmtheit, dann auch noch ein Buchheld: Wallach "Consuelo" ist die Hauptperson in dem Krimi, den Frank Zawierucha geschrieben hat. - © Grote
Erst eine Netz-Berühmtheit, dann auch noch ein Buchheld: Wallach "Consuelo" ist die Hauptperson in dem Krimi, den Frank Zawierucha geschrieben hat. (© Grote)

Blomberg-Eschenbruch. Er ist schon lange ein Medienstar: Bei Facebook hat „Consuelo“ mehr als 17.000 Fans, sein tägliches Training wird auf einer Homepage veröffentlicht. Jetzt dreht sich auch noch ein Krimi um das Pferd aus Eschenbruch.

„Consuelo“ findet das Buch auch spannend, interessiert schnuppert er an den Seiten. Dass er selbst der Held der Geschichte ist, weiß er aber nicht. Für seinen Krimi „Flucht vor der Vergangenheit“ hat Frank Zawierucha sein Pferd mal eben an die Nordsee geschickt, zumindest in seiner Fantasie. Denn die Handlung rund um den Wallach spielt auf Sylt.

Information
"Flucht vor der Vergangenheit"

Frank Zawierucha hat rund um sein Pferd "Consuelo" eine unterhaltsame Krimi-Handlung gesponnen. Die Geschichte spielt auf Sylt und enthält dadurch eine schöne Portion Urlaubsstimmung - trotz düsterer Vorkommnisse. Denn was hinter den seltsamen Begebenheiten steckt, die zwei Pferde am Anfang beobachten, erschließt sich erst Stück für Stück. Die rund 300 Seiten sind mit vielen Schwarz-Weiß-Fotos ausgestattet, die die Handlung mit Tier- und Landschaftsbildern illustrieren. Um die Bilder ins Buch nehmen zu können, hat Zawierucha den Krimi im Eigenverlag herausgegeben. Der Krimi ist über den Buchhandel zu bestellen unter ISBN 978-3-00-048840-5 und kostet 14,80 Euro.

Hier sehen Sie außerdem einige Videos von "Consuelo" beim Training und bei Turnierteilnahmen: www.consuelo-holsteiner.de/videos/.

Dass ein Blomberger Pferd in einer Geschichte vorkommt, die auf einer nordfriesischen Insel spielt, ist schon ungewöhnlich, aber noch merkwürdiger ist, dass der Autor in München lebt. Frank Zawierucha stammt aus Westfalen, er lebt und arbeitet heute in der bayerischen Hauptstadt. Früher hat er eine Weile in Blomberg gewohnt. Hier lernte er den Reiterhof Schlingheider kennen und nahm Reitunterricht.

Der Autor hat früher im Vertrieb gearbeitet und war beruflich viel unterwegs. Sein erstes eigenes Pferd stand auch schon auf dem Blomberger Reiterhof, aber als er selbst keine Zeit mehr hatte, gab er es ab: „Ein Pferd muss schließlich beschäftigt werden.“ Ganz auf ein Pferd verzichten wollte der Tierfreund nicht, und so kam er auf die Idee, mit Springreiter Maik Schlingheider ein Springpferd zu kaufen, das in Blomberg trainiert werden sollte.

„Consuelo“ war vier Jahre alt, als er aus Hannover nach Lippe kam. Damals konnte er noch nichts, und das war auch gut so: „Die meisten Pferde, die man kauft, wurden nicht gründlich ausgebildet – vor allem am Anfang“, kritisiert Frank Zawierucha. Er wollte, dass Maik Schlingheider den Wallach von Anfang an behutsam trainierte.

Damit alle verfolgen konnten, wie so eine Ausbildung abläuft, stellt er jede Woche einen Bericht ins Netz. „In Büchern liest man immer, wie die Ausbildung sein sollte, aber es fehlen Beispiele“, begründet Frank Zawierucha die Idee. So entstand ein umfassendes Tagebuch, in dem Pferdefreunde die Fortschritte, aber auch Probleme und Lösungsversuche verfolgen können. Ein realistischer Einblick in den Trainingsalltag, der gut ankommt: Inzwischen hat der Wallach bei Facebook 17.000 „Freunde“, die mitlesen, wie das Pferd sich macht.

So war „Consuelo“ schon bekannt, bevor sein Besitzer das Buch schrieb. Das wollte er schon immer machen, erzählt Frank Zawierucha, und er  ließ sich von „Consuelo“ inspirieren. Seine Lieblingsinsel Sylt wählte Zawierucha als Schauplatz, um zu betonen, dass die Handlung rein fiktiv ist. Sonst könnten die Leser fälschlicherweise von den Charakteren in der Geschichte Rückschlüsse auf reale Personen in Eschenbruch ziehen, meint der Hobby-Autor.

Neben dem Medienrummel  arbeitet „Consuelo“ an seiner Karriere als Springpferd. Mit sieben Jahren sammelt der Wallach erste Erfahrungen in Turnieren der schweren Klasse. Vielleicht wird er auch im Sport noch berühmt.

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