Phoenix Contact wird Partner von Arminia Bielefeld

Jan Ahlers

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Machten die Partnerschaft am Mittwoch öffentlich: Stephan Frigge (l.), Frank Stührenberg (m.) und Arminias Geschäftsführer Markus Rejek. - © Jan Ahlers
Machten die Partnerschaft am Mittwoch öffentlich: Stephan Frigge (l.), Frank Stührenberg (m.) und Arminias Geschäftsführer Markus Rejek. (© Jan Ahlers)

Bielefeld/Blomberg. Das Transferfenster im Profifußball ist zwar seit mehr als einer Woche geschlossen. Einen Neuzugang aber begrüßte Arminia Bielefeld noch an diesem Mittwoch: Das Blomberger Unternehmen Phoenix Contact ergänzt das Bündnis OWL ab sofort. Damit besteht das Arminia wohlgesonnene Netzwerk künftig aus elf Partnern. "Wir freuen uns wie Bolle", kommentierte Geschäftsführer Markus Rejek.

Phoenix Contact ist Spezialist für Elektrotechnik und IT, beschäftigt fast 18.000 Mitarbeiter und erlöste zuletzt gut 2,5 Milliarden Euro Jahresumsatz. Entsprechend handle es sich um eine "Technologiepartnerschaft" mit dem Ziel, Arminia in verschiedenen Aspekten digitaler aufzustellen.

Es gehe unter anderem um eine Aufrüstung der Schüco-Arena. "Für uns ist das ein im höchsten Maße interessanter Showcase, auch weil der Ort so zugänglich ist. Für uns ist das ein Leuchtturmprojekt", sagte Phoenix-Contact-CEO Frank Stührenberg auf einer Pressekonferenz am Mittwoch.

Executive Vice President Stephan Frigge erläuterte, dass sich der erarbeitete Maßnahmenplan auf zunächst vier Saisons erstreckt. Viele bislang manuell erledigte Prozesse sollen ins Digitale verlagert werden. Das Ziel sei, "die Arena smarter zu machen", so Frigge. Es gebe rund um das Stadion einen Investitionsstau, der nun aber mittels moderner Technologie gelöst werden könne.

Bislang engagierten sich bereits Dr. Oetker, Gauselmann, JAB Anstoetz, die Möller Group, Schüco, Goldbeck, DMG Mori, Stockmeier, Böllhoff und Melitta im "Bündnis OWL" für Arminia und halfen dem Verein unter anderem vor drei Jahren aus einer der schwersten finanziellen Krisen.

Weniger Soforthilfe, mehr strategische Beratung

Heute besteht die Partnerschaft weniger aus Soforthilfen, sondern mehr aus strategischen Hilfen und Überlegungen. Regelmäßig trifft sich etwa Geschäftsführer Markus Rejek mit Vertretern aus dem Bündnis. Bislang wurde stets betont, dass das Bündnis trotz seiner Hilfen und Verdienste für den Klub nicht versuche, in die Geschicke einzugreifen.

In Rainer Schütte, Vorsitz des Unternehmensbeirates der Möller Group, wird allerdings Anfang Dezember erstmals ein Vertreter des Bündnisses als Präsidentschaftsanwärter des DSC Arminia zur Wahl nominiert werden. Auch Maurice Eschweiler, Generalbevollmächtigter von DMG Mori, wird sich als Anwärter für den Schatzmeisterposten zur Wahl stellen.

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