Die BVB bauen Freileitung zwischen Tintrup und Hillentrup zurück

Anja Imig

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Rückbau der Mittelspannungsfreileitung: Zwischen Tintrup und Hillentrup verschwinden die Masten. - © BVB
Rückbau der Mittelspannungsfreileitung: Zwischen Tintrup und Hillentrup verschwinden die Masten. (© BVB)

Blomberg. Seit Anfang August verschwinden die letzten Komponenten der Mittelspannungsfreileitung, die von Tintrup nach Hillentrup führt. Die Blomberger Versorgungsbetriebe (BVB) haben nach eigenen Angaben für die überirdische 30.000-Volt-Stromleitung seit 2016 Schritt für Schritt unterirdische Ersatzleitungen verlegt, nach und nach zusammengeschaltet und damit die Freileitung immer weiter ersetzt.

"Die Rückbauarbeiten der Leitungen und der Abriss der noch verbliebenden Strommasten sollen bis Ende dieses Jahres fertig sein. Der Abbruch des letzten Teilstückes der Freileitung ist mit einer Länge von zehn Kilometern der größte Abschnitt des Projektes", heißt es in einer Pressemitteilung der Blomberger Versorgungsbetriebe.

Neubau war kostengünstiger als Generalüberholung

Grund für den Rückbau seien Wirtschaftlichkeitsüberlegungen gewesen: Weil Masten und Leitungen aus den frühen 1950er Jahre stammen, habe eine kostenintensive Generalüberholung mit Wartung, Reparaturen und Farbanstrichen angestanden. Als kostengünstiger habe sich der Totalrückbau und die unterirdische Kabelverlegung erwiesen. Dirk Middendorf, Geschäftsführer der Blomberger Versorgungsbetriebe: „Wir haben gemeinsam mit unserem Partner Westfalen Weser Netz an dem Projekt seit 2016 gearbeitet.

Das Ergebnis ist eine höhere Versorgungssicherheit, ein verbessertes Landschaftsbild und für die Landwirte ein einfacheres Arbeiten auf den Feld- und Weideflächen. Das Gesamtprojekt zwischen dem Umspannwerk Blomberg und dem jetzigen Endpunkt in Hillentrup umfasst 30 Kilometer Kabel."

"Der Abbruch der Mittelspannungsfreileitung L10 wird laut Planung Ende November beendet sein. Es werden die letzten 60 Masten demontiert. Die geschätzten Kosten belaufen sich auf rund 350.000 Euro. Die mit dem Abriss beauftragte Spezialfirma konzentriert sich auf die verbliebene Haupttrasse der Leitung in Nord-Süd-Richtung. In den zurückliegenden Jahren waren bereits die nach rechts und links führenden Seitenarme der Leitung zurückgebaut und durch Erdkabel ersetzt worden. Gearbeitet wird allerdings nicht von vorne nach hinten, sondern es wird in Absprache mit den Landwirten so gearbeitet, dass der Abbruch nach den Erntearbeiten im Spätsommer erfolgt", lässt der Energieversorger wissen.

Vorab musste mit Grundstückseigentümern verhandelt werden

50 Prozent der neu verlegten unterirdischen Kabel führen nach Angaben der BVB über private Grundstücke. "Im Vorfeld waren daher etliche Verhandlungen mit Landwirten und anderen Grundeigentümern erforderlich, um die Zutrittserlaubnis für die Arbeiten auf Wiesen, Äckern und Privatgrundstücken zu erlangen.

Mittelspannungsleitungen werden mittlerweile in Deutschland durchweg nur noch unterirdisch verlegt. Bei Überland-Transportleitungen mit 110.000 und mehr Volt Spannung werden aus Kostengründen nach wie vor Freileitungen gebaut", erklären die BVB abschließend.

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