"Mauerkunst" fasziniert

Organisatorinnen heimsen für Blomberger Aktion viel Lob ein - Erlös für krebskranke Kinder

Von Heike Kreienmeier

Weit gereist: Sarah Schäfer ist extra aus Karlsruhe nach Blomberg gefahren, um ihre "Selbst-Spiegelungen" vor der Stadtmauer zu präsentieren. - © Foto: Kreienmeier
Weit gereist: Sarah Schäfer ist extra aus Karlsruhe nach Blomberg gefahren, um ihre "Selbst-Spiegelungen" vor der Stadtmauer zu präsentieren. (© Foto: Kreienmeier)

Unüberhörbar haben gestern im gesamten Blomberger Stadtkern Dudelsackklänge an den Weinberg gelockt. Hier gaben sich 48 Künstler von nah und fern zur neunten "Kunstmauer" ein Stelldichein.

Blomberg. Heidrun Kluger eröffnete mit Body-Painting nach den offiziellen Begrüßungsreden die künstlerischen Aktivitäten der "Kunstmauer". Ihr Modell Sandra Borgstädt war vor Ort der Leinwandersatz. "Ein Blick in die originelle Verschmelzung von Mensch und Malerei - seit Urzeiten bekannt und eine der vielen Ausdrucksformen des menschlichen Erlebens", umschrieb Bürgermeister Klaus Geise die Körperkunst. Ihm gefiel besonders die "neue Offenheit" im inhaltlichen Zuschnitt der Kunstmauer, die sich im Gespür für die vielen Aspekte der Kunst zeige. Sein Dank galt den fünf Organisatorinnen Christiane Happe, Elke Nolte, Gaby Prasse, Karin Siesenop und Irene Sentner, die bereits im vergangenen Jahr die Regie von Wolfgang Rose übernommen hatten.

"Openair" präsentierten sich im Schweigegarten und längs der Stadtmauer bis zum Weinberg nahezu 50 vorwiegend regionale Künstler. Aus Lippe, aber auch aus den Kreisen Hameln und Höxter kamen die Aussteller und zeigten vor der mittelalterlichen Kulisse der Burg, im Flair der alten Linde ihre Malereien und ihre Objekte. Den weitesten Weg hatte die angehende Kunststudentin Sarah Schäfer aus Karlsruhe auf sich genommen, um ihre "Selbst-Spielgelungen" zu zeigen.

Dem Besucher bot sich ein vielfältiger, abwechslungsreicher Rundgang in Land-Art-Atmosphäre, musikalisch angereichert von der "Waschbrettband", die mit Schlagzeug, Gitarre, Akkordeon und Riffel-Krawatte aufspielte.

Eine weitere Attraktion des Tages bildete die Versteigerung eines Bildes, das von Kindern im Rahmen der "Offenen Ateliers" bei der Künstlerin Ursula Hartmann gemalt worden war. Der Erlös geht an den Krebshilfeverein "MuKi" zugunsten der Kinderkrebsstation des Detmolder Klinikums.

Einen Gruß vom Kreis übermittelte Landrat Friedel Heuwinkel, der die Zukunftsfähigkeit der Kunstmauer betonte, während Oscar Wnendt von "Blomberg-Marketing" die "sehr wichtige Arbeit" der fünf Blomberger "Kunstmäzeninnen" lobte. Ein Lob, dem sich sowohl die Aussteller als auch zahlreiche Besucher anschlossen.

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