Kunstmauer zeigt Mauerkunst

Blomberger Aktion hat sich etabliert

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Kunstmauer zeigt Mauerkunst - © Blomberg
Kunstmauer zeigt Mauerkunst (© Blomberg)

Blomberg. Zum 10. Mal haben am Sonntag Burgmauer und Kunst zur "Kunstmauer" zusammengefunden. Blomberg Marketing und ein fünfköpfiges Organisationsteam sorgten für eine gelungene Veranstaltung.

Vor zehn Jahren hat Wolfgang Rose das Projekt ins Leben gerufen; Elke Nolte, Christiane Hoppe, Christiane Gröning, Karin Siesenop und Irene Sentner bildeten das Kunstmauer-Team 2011, dessen Arbeit am Wochenende belohnt wurde.

"Wir haben rund 50 Aussteller von Bünde bis Nieheim. Es sind stetig mehr geworden, die Kunstmauer spricht sich rum", meinte Elke Nolte. Ausgewählt werde nicht, man schaue nur darauf, dass es "kopflastig bei der malenden Kunst bleibt", fügte sie hinzu.

Bilder und Mauer boten also das gewohnte Bild, aber daneben gab es auch Keramikstelen für den Garten, Skulpturen, Holzarbeiten und Anderes. "Hier an der Burgmauer hat die Kunst Freiraum, um sich zu entfalten", sagte Irene Sentner zur Begrüßung, und Landrat Friedel Heuwinkel und Bürgermeister Klaus Geise betonten die Rolle der Kunst in unserem Alltag.

Kunstobjekt Kunstmauer: Maler Wolfgang Roses hat die Aktion selbst verewigt.
Kunstobjekt Kunstmauer: Maler Wolfgang Roses hat die Aktion selbst verewigt. (© Foto: Krull)

Dass eine solche Veranstaltung ohne Sponsoren und ehrenamtliche Helfer nicht möglich sei, machte Blomberg-Marketing-Chef Hans-Oskar Wnendt deutlich. Das umfasse Firmen wie Phoenix Contact genauso wie die Aufbau-Helfer der Freien evangelischen Kirchengemeinde, stellte er fest.

Und was war zu sehen? Hier einige Beispiele: Wolfgang Roses zeigte Bilder, die sich zum Teil konkret mit Blomberg und der Kunstmauer beschäftigten. Mechthild Zimmermann beklebt Alltagsgegenstände, wie die Suppenschüssel ihrer Schwiegereltern, mit Sammeltassen-Scherben. Gabi Maahs macht Engel aus Treibholz, Gisela Mewes aus Hameln baut große Stahlskulpturen, die für den Transport an den Blomberger Burgberg ungeeignet sind und hatte darum Gemaltes dabei.

Begleitet wurde das alles von Dudelsackmusik, mit der "Highlandpiper" Freddy Kreye die Eröffnungsgäste empfing, und von der herrlich relaxten Cajun- oder Zydeco-Musik der "Zwei-Mann-Kapelle", die zunächst unter der Linde in der Nähe des Burgtores für ein gutes Gefühl sorgte.

"Man sieht, dass viele Menschen Spaß am Malen haben", meinte Besucherin Lydia Lücking-Kuchler aus Steinheim, die den Ort "supertoll" fand. "Ich hab schon einen Fisch für den Garten und ein Aquarell mit ‚Schafen auf dem Deich‘ gekauft", freute sich Marita Zastrow nach ihrem Streifzug entlang der Blomberger Kunstmauer.

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