"Hier soll kein Heidepark Soltau entstehen"

Infinity will Freizeitgelände am Südufer des Schieder-Sees noch in diesem Jahr kaufen

Von Manfred Brinkmeier

Schieder-Schwalenberg. Die Bemühungen um die Privatisierung und den Verkauf von Grundstücken am Südufer des Schieder-Sees werden fortgesetzt. Dazu gehört unter anderem auch die Option für den Bau eines Hotels. Die Mitglieder des Stadtentwicklungsausschusses gaben am Dienstagabend einstimmig grünes Licht für die Aufstellung eines so genannten "vorhabenbezogenen Bebauungsplanes Südufer-Schiedersee".

Dadurch soll ein städtebaulich tragfähiges Konzept für diesen Bereich ermöglicht, und alle geplanten Nutzungen und Einrichtungen sollen planungsrechtlich abgesichert werden. Antragsteller ist die Erholungszentrum Schieder GmbH (EHZ), die zu sechs Siebteln dem Kreis Lippe und zu einem Siebtel der Stadt Schieder-Schwalenberg gehört. Sie hat das Areal derzeit an die Blomberger Firma "infinity" verpachtet. Wie deren Geschäftsführer Benjamin Krentz gestern der LZ erklärte, verhandelt mit der EHZ über den Kauf des Geländes am Südufer des Schieder-Sees.

Krentz: "Ein Vorvertrag ist bereits unterzeichnet. Bezüglich des endgültigen Kaufvertrags sind inzwischen alle Hürden übersprungen. Ich hoffe deshalb, dass die Unterschriften noch in diesem Jahr geleistet werden können." Ganz oben auf seiner Agenda stehe zunächst die Modernisierung des Café-Restaurants "Breitengrad" am Kronenbruch.

Krentz: "Danach folgt der Ausbau des Freizeit- und Familienparks Funtastico. Hier denken wir über ein oder zwei Highlights nach, um die Attraktivität des Parks zu steigern. Es ist aber nicht so, dass hier ein Heidepark Soltau entstehen soll. Und ich möchte auch das Gerücht aus der Welt schaffen, dass da einer kommt und 60 Millionen Euro investiert. Das entbehrt jeder Grundlage."

Nach Angaben von Benjamin Krentz soll Schritt für Schritt investiert werden - je nachdem, was der Markt letztlich hergebe. Dabei handelt es sich um die komplette Fläche südlich der Wasserfläche bis zur Pyrmonter Straße, wie der Planer Jens-Peter Huesmann Dienstagabend in seinem Vortrag deutlich machte. Optionen seien Beispielsweise ein Saalanbau an das Café-Restaurant "Breitengrad" und ein Hotel - das dürfe maximal dreigeschossig sein - östlich davon.

In östlicher Verlängerung sei eine Fläche für Ferienwohnungen vorgesehen. Hier sei aufgrund des Bedarfs aber zunächst erst einmal ein Zelt- und Campingplatz geplant. Angedacht sei auch eine Erweiterung der Parkplätze, ohne dass es allerdings zu einem Konflikt mit den Anwohnern kommen soll.

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