Blomberger Kunstmauer zieht wieder viele Besucher an

Open-Air-Galerie macht Stadt erfahrbar

Von Karl-Heinz Krull

Bilder und Objekte an der Kunstmauer - © Foto: krull
Bilder und Objekte an der Kunstmauer (© Foto: krull)

Blomberg. Die 11. Auflage der Blomberger Kunstmauer war mit 57 Ausstellern die bisher größte. Die Kunst-AG von Blomberg-Marketing hatte für eine bunte Mischung an ausgestellten Werken gesorgt.

Freddy Kreye, der Dudelsackspieler mit seiner Great Highland Bagpipe, durfte nicht fehlen, als die Organisatoren der Blomberger Kunstmauer und einige Gäste in den Schweigegarten einzogen, um die Ausstellung zu eröffnen. Nach "Amazing Grace" gab’s die Eröffnungsreden. Tenor: Jede Kunstmauer ist einzigartig, sie ist eine etablierte Veranstaltung und ein kulturelles Aushängeschild für die Stadt.

Bürgermeister Klaus Geise lobte die Open-Air-Galerie, die die Stadt sinnlich erfahrbar mache. Er wies auf die Laden-Galerie hin, für die die Kunst-AG leere Schaufenster für Ausstellungen nutze und auf diese Weise auch Kunstwerke verkaufe. Dr. Axel Lehmann, stellvertretender Landrat, bestätigte, dass in Blomberg "open air" erfahrbar sei, was Kunst zur Kunst mache.

Irene Sentner sprach für ihre Kunstmauer-Mitorganisatorinnen Karin Sie­senop, Elke Nolte, Christiane Gröning und Gaby Prasse von einer atemberaubenden Vielfalt und freute sich, dass ihre Arbeit Früchte getragen habe."Wenn Sie glücklich sind, sind wir es auch", sagte sie.

Das fiel am Sonntag nicht schwer. Eine Besucherin aus Barntrup freute sich über den "wunderbaren Ausblick", würde es nach eigenen Angaben aber selbst nie wagen, ihre Arbeiten auszustellen. "Da bin ich viel zu kritisch", erklärte sie. Und als Malerin fiel ihr Urteil über die ausgestellten Bilder auch manchmal so aus.

Maler und Aussteller Helmut Schmidt sah das etwas gelassener. "Wäre doch schlimm, wenn alle den gleichen Geschmack hätten", erklärte er und bezeichnete die präsentierte Auswahl als faszinierend.

Neben Bildern und Skulpturen fielen dabei auch immer wieder Objekte für den Garten auf. Kunst oder Kunsthandwerk? Darauf sollte und wollte die Kunstmauer keine Antwort geben. Die Kreativität, die auch in Deko-Objekte für Baum und Garten einfloss, ließ immer wieder innehalten.

Die "Band" die gleich am Eingang zum Weinberg und zur Blomberger Kunstmauer aufspielte, trug mit entspanntem Jazz zur guten Stimmung bei. Vielleicht konnten Philipp Spalting (Jazzpiano), Kilian Müller (Bass) und Michael Peiler (Schlagwerk) tatsächlich die Kauflust der Besucher anregen. Auf jeden Fall sorgten sie aber mit dafür, dass bereits jetzt die Lust am Besuch der Kunstmauer 2013 geweckt wurde. An der Konzeption für die Veranstaltung im kommenden Jahr wird schon gearbeitet.

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