Handy-Dieb bekommt Bewährung

Gericht: Drogentherapie ist Auflage

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Detmold (aga). Ein Cocktail aus Alkohol und diversen Drogen ist einem Detmolder nicht gut bekommen. Der Mann brach  am 19. Mai im Rausch in mehrere Läden ein und wurde gefasst. Das Detmolder Schöffengericht hat den 29-Jährigen jetzt wegen eines Einbruchdiebstahls sowie eines versuchten Einbruchs zu einer Bewährungsstrafe von 17 Monaten verurteilt.

Der Angeklagte gab zu, in den frühen Morgenstunden gegen 2.20 Uhr zunächst versucht zu haben, die Ladentür eines Schmuckgeschäfts in der Detmolder Freiligrath-Straße aufzuhebeln. Weil er nicht das richtige Werkzeug hatte, blieb es beim Versuch. Zehn Minuten später war er bei einem Handy-Fachgeschäft in der Langen Straße erfolgreicher. Dort stahl er ein Mobiltelefon sowie vier Attrappen, die er für echte Handys gehalten hatte.

Richter Martin van der Sand ging in der Urteilsbegründung auf den Drogenkonsum und das Strafregister des Angeklagten ein. Nur weil der 29-Jährige sich mittlerweile intensiv um einen Therapieplatz bemühe, sei eine Bewährung noch einmal möglich.
Staatsanwalt Dr. Kristoffer Mergelmeyer hatte eine Freiheitsstrafe von 17 Monaten gefordert, erkannte aber ebenfalls die Bemühungen des Angeklagten um einen Therapieplatz an. Rechtsanwalt Hendrik Schnelle verzichtete im Plädoyer auf ein konkretes Strafmaß. Auch er sah die Bewährung als Chance für seinen Mandanten: "Seine Therapiebemühungen zeigen, dass er es ernster meint als in der Vergangenheit."

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