Lippische Gruppe der International Police Association feiert Jubiläum

IPA-Verbindungsstelle begeht im September ihr 60-jähriges Bestehen - Polizisten aus aller Welt feiern mit

Jost Wolf

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Der amtierende Vorstand der Verbindungsstelle Lippe-Detmold und der Festausschuss: Florian Siegert, Sebastian Wendt (2. Reihe), Thomas Behrendt, Wolfgang Niebuhr (2. Reihe), Madeline Baum, Martin Günnewich (2. Reihe), Michael Morenz, Frank Rolf (2. Reihe) und Harald Reineking (Verbindungsstellenleiter). - © Jost Wolf
Der amtierende Vorstand der Verbindungsstelle Lippe-Detmold und der Festausschuss: Florian Siegert, Sebastian Wendt (2. Reihe), Thomas Behrendt, Wolfgang Niebuhr (2. Reihe), Madeline Baum, Martin Günnewich (2. Reihe), Michael Morenz, Frank Rolf (2. Reihe) und Harald Reineking (Verbindungsstellenleiter). (© Jost Wolf)

Detmold/Bentrup-Loßbruch. Weitgehend unbeachtet von der Öffentlichkeit ist die IPA-Verbindungsstelle Lippe-Detmold 60 Jahre alt geworden. Das soll Anfang September in Bentrup-Loßbruch groß gefeiert werden. Eine Feier, die für viele Lipper den Erstkontakt mit der Berufsvereinigung der Polizeibediensteten bedeuten könnte. Dabei erfüllt die IPA seit Jahrzehnten weltweit wichtige Aufgaben.

Am 1. Januar 1950 ist die International Police Association (IPA) vom britischen Polizeibeamten Arthur Troop gegründet worden, um die Zusammenarbeit von Polizeiangehörigen in der ganzen Welt anzuregen. Schnell gründeten sich die ersten nationalen Sektionen und die lokalen Verbindungsstellen wie „Lippe-Detmold". Die Detmolder Verbindungsstelle sei recht früh gegründet worden, erklärt Polizist Thomas Behrendt und habe dann als Keimzelle für alle ostwestfälischen Verbindungsstellen in Bielefeld, Herford, Minden, Paderborn, Höxter und Bad Oeynhausen gedient. Eine Entwicklung, die sich weltweit in anderen Ländern ähnlich vollzog. Heute ist die IPA mit 450.000 Mitgliedern die größte Berufsvereinigung der Welt und hat als Nicht-Regierungsorganisation (NGO) bei der UNO und im Europarat beratenden Status.

144 lippische Polizisten haben sich in der Detmolder Verbindungsstelle organisiert. In einem speziellen Haus-Verein unterhalten die Lipper in Bentrup-Loßbruch am Schulberg eins der 17 deutschen IPA-Gästehäuser. Solche Gästehäuser gibt es weltweit. Sie sollen anderen in der IPA organisierten Polizisten und ihren Familien eine kostengünstige Unterbringung abseits von Hotels bieten.

Zum Jubiläum wird die Detmolder Verbindungsstelle eine Festschrift herausgeben, die ihr Wirken in Lippe darstellt. Dazu gehören Besuche bei Polizeikollegen in Irland, Nordirland, Belgien (Hasselt), Polen (Chodziez), Dart-Turniere, Whiskey-Verkostungen und Motorradtouren.

Information

Programm am 3. September

Um 18 Uhr beginnt die Jubiläumsfeier im Dorfgemeinschaftshaus und im IPA-Haus in Bentrup-Loßbruch am Schulberg.
Als Ehrengäste sind eingeladen Landrat Dr. Axel Lehmann, Bürgermeister Rainer Heller und befreundete IPA-Verbindungsstellen. Das Polizeimuseum Salzkotten zeigt Teile seiner Ausstellung in einen Spezialfahrzeug. Als Liveband spielen die „Die Vantasten".

Aufmerksamkeit erregten die Lipper innerhalb der IPA Deutschland auch mit einem Seminar zur Dokumentenfälschung. Organisiert von der Detmolder Verbindungsstelle lernten Polizeischüler, wie man bei Kontrollen echte Dokumente von falschen unterscheidet. „Und natürlich hat man über die IPA-Kontakte auch einen schnellen Draht in viele Länder, um die Kollegen bei Bedarf fragen zu können, woran man einen echten Führerschein ihres Landes erkennt", erläutert Michael Morenz den täglichen Nutzen der Polizisten-Freundschaften.

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