"Wir sind Detmold, weil..." - Vereinswettbewerb gestartet

Stadt Detmold, LZ und Volksbank fördern und belohnen Detmolder Vereine

Thorsten Engelhardt

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Interkulturelles Dorffest Heidenoldendorf - © Guntmar Wolff
Interkulturelles Dorffest Heidenoldendorf (© Guntmar Wolff)
Lebensmittelausgabe Hiddeser Berg - © Archivfoto: Jana Beckmann
Lebensmittelausgabe Hiddeser Berg (© Archivfoto: Jana Beckmann)

Detmold. Sie verschönern ihre Orte, erhalten Zeugen der Vergangenheit, bieten Kultur oder setzen sich für Integration ein: Detmold ist reich an verschiedensten Gruppen, Vereinen, Initiativen, die Partei ergreifen für ihre Dörfer, Ortsteile oder Stadtviertel. Dieses vielfältige Engagement wollen die Lippische Landes-Zeitung, die Stadt Detmold und die Volksbank Paderborn-Höxter-Detmold mit einem gemeinsam ausgerichteten Wettbewerb fördern und belohnen.

27 einzelne Ortsteile umfasst die Stadt. Von Niewald mit 70 Einwohnern bis Detmold-Nord/Süd mit 29.700 Bürgern. In manchen kleinen Orten braucht es keinerlei Vereinsstruktur und dennoch ziehen alle an einem Strang. In Niederschönhagen beispielsweise bilden die 72 Einwohner eine kleine, aber feine Dorfgemeinschaft, die sich mit Kind und Kegel zu Ausflügen trifft und zwischen Weihnachten und Neujahr gemeinsam auf der Deele von Ortsbürgermeister Frank Witte schmaust. In Heidenoldendorf hingegen, mit 8704 Einwohnern fast so groß wie die Stadt Barntrup, feiert der Heimat- und Verkehrsverein in diesem Jahr das 60-jährige Bestehen und weiht den dann erneuerten Arnims Park ein, der zum Treffpunkt der Generationen werden soll.

Information

So geht's

Die Gruppen:
Sie müssen in einem Online-Formular unter lz.de/ortsteilwettbewerb eine Konzeption einreichen, in der das von ihnen speziell verfolgte Projekt dargestellt wird. Die Konzeption muss Notwendigkeit, Aufbau, Ablauf, Strukturen des Projektes/der Aufgabe darstellen sowie Ziele, Organisation und einen Ausblick zur weiteren Entwicklung des Projektes. Außerdem enthält sie eine Beschreibung der Organisation.

Einsendeschluss:
Letzter Annahmetermin für die online auf LZ.de einzureichenden Formulare ist Sonntag, der 10. Juli 2016.

Bedingungen:
Teilnahmeberechtigt sind alle Detmolder Vereine, Gruppen und Initiativen aller Art. Das Alter der teilnehmenden Personen (Einsender) muss mindestens 18 Jahre sein. Der Wettbewerb beginnt mit seiner Ausschreibung am Donnerstag, 26. Mai 2016, und endet mit einer feierlichen Preisverleihung am Samstag, 10. September 2016. Senden Sie die Konzepte per Online-Formular auf https://www.lz.de/ortsteilwettbewerb unter Angabe Ihres Namens und Ihrer Anschrift. Einsendeschluss für alle Konzepte ist Sonntag, 10. Juli 2016. Die Kontaktdaten werden ausschließlich für den Wettbewerb verwendet. Unter allen rechtzeitigen Einsendungen wird die Jury die Konzepte bewerten und zehn Konzepte nominieren, die in der Lippischen Landes-Zeitung (LZ) und auf LZ.de vorgestellt werden. Danach kann per Coupon und online über die Preisträger abgestimmt werden. Es gewinnen die drei mit den meisten Stimmen. Darüber hinaus kann die Jury selbst noch einen weiteren Preis vergeben. Die Gewinner werden schriftlich benachrichtigt und in der LZ veröffentlicht. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Gemeinschaftliche Veranstalter des Wettbewerbs: Lippischer Zeitungsverlag Giesdorf GmbH & Co KG, Ohmstraße 7, 32758 Detmold; Volksbank Paderborn-Höxter-Detmold, Bismarckstraße 5, 32756 Detmold; Stadt Detmold, Marktplatz 5, 32756 Detmold

Preisverleihung im September

Bis zum Sonntag, 10. Juli, können die Beiträge eingereicht werden. Danach nimmt die Jury ihre Aufgabe wahr, bevor die Bürger unter den Nominierten die Preisträger bestimmen können. Details zum Zeitablauf werden noch rechtzeitig bekanntgegeben. Die Preisträger werden dann in festlichem Rahmen beim Tag des Ehrenamtes am Samstag, 10. September, in Heidenoldendorf ausgezeichnet.

Die drei Partner loben zur Anerkennung dieses Engagements gemeinsam den Vereinswettbewerb „Wir sind Detmold, weil..." aus, der sich aber nicht nur an Vereine richtet, sondern an Gruppen verschiedenster Struktur, die sich um das gemeinsame Leben in der Stadt und ihren Ortsteilen kümmern. Sie alle machen auf ihre Weise die Stadt lebens- und liebenswert.

Die Schirmherrschaft für den Wettbewerb hat Bürgermeister Rainer Heller übernommen. LZ und Volksbank haben Geldpreise ausgelobt. Wertschätzung sollen damit besonders herausragende Projekte finden, die von den Detmoldern selbst bestimmt werden können.

„Auf die Detmolder ist Verlass, wenn es um bürgerschaftliches Engagement geht. Das zeigt sich an vielen Stellen in der Stadt. Nur mit den Bürgerinnen und Bürgern werden wir die Herausforderungen der Zukunft stemmen können. Da passt es sehr gut hinein, dass der Wettbewerb dafür eine zusätzliche Wertschätzung gibt, die alle verdient haben", sagt Rainer Heller.

Neben vielen Projekten und Angeboten für die alteingesessenen Detmolder hat die Bürgergesellschaft auch auf die neuen Bedingungen durch die Zuweisung von Flüchtlingen reagiert. Mehr als 240 Bürger engagieren sich direkt in Projekten oder Unterstützerkreisen für die Integration, acht solche Kreise haben sich mittlerweile gebildet, „angedockt" an Unterkünfte beziehungsweise potenzielle Flüchtlingswohnheime.

Der demografische Wandel wird sich in Detmold natürlich auch bemerkbar machen, wenngleich nicht so wie in anderen lippischen Regionen. Die Bertelsmann-Stiftung sortiert Detmold in ihrer Bevölkerungsprognose als stabile Mittelstadt ein – eine Gruppe, die allgemein geprägt ist durch eine gute Einkommenssituation der Bürger, relativ geringe soziale Belastungen und eine stabile Bevölkerungsentwicklung. Die Einwohnerzahl wird in Detmold auch zurückgehen, allerdings nicht so stark wie im Umland. In Lippe attestiert die Bertelsmann-Stiftung Oerlinghausen und Lemgo noch eine ähnliche Entwicklung. Wobei die Detmolder Prognose ihre Besonderheiten hat. Es gibt in der Kreisstadt deutlich mehr Hochqualifizierte als im Schnitt, aber auch deutlich mehr Hartz-IV-Empfänger.

Ländliche Ortsteile auf der einen Seite, mehr oder weniger urbane Stadtteile und die Kernstadt, die als Wohnstandort an Attraktivität gewinnt, geben die Rahmenbedingungen für das Detmold der Zukunft. Die drei Projektpartner für „Wir sind Detmold, weil..." sind gespannt darauf, welche Antworten die Bürger schon heute auf diese Fragen der Zukunft haben.

Der Vielfalt werden bewusst wenig Grenzen gesetzt

Vereine, Gruppen, Nachbarschaften, Gruppierungen aller Art sind für das Leben in Detmold und den Detmolder Ortsteilen von großer Bedeutung. Deshalb haben LZ, Stadt Detmold und Volksbank Paderborn-Höxter-Detmold für 2016 den Vereinswettbewerb „Wir sind Detmold, weil..." ins Leben gerufen. Er soll diese Bedeutung der Gemeinschaften für das öffentliche Leben in der Stadt und ihren Ortsteilen unterstreichen und fördern.

Die drei Partner wollen damit ein Schlaglicht auf die vielfältigen Aktivitäten werfen, mit denen Vereine und Gruppen Identität in ihren zu Detmold gehörenden Dörfern oder Stadtvierteln stiften und wie sie Detmold als Ganzes lebens- und liebenswert machen. Der Begriff „Verein" umfasst dabei immer auch Gruppen, Initiativen oder Nachbarschaften, er ist an keine besondere juristische Form gebunden. Kennzeichen solcher Arbeit ist aber, dass das Engagement zum überwiegenden Anteil freiwillig und ehrenamtlich erbracht wird, nicht von professionellen Kräften.

Der Wettbewerb: „Wir sind Detmold, weil..." soll alle Detmolder Vereine, Gruppen, Initiativen und so weiter ansprechen, die sich in besonderer Weise für die Menschen in ihrem Ortsteil einsetzen und Projekte verfolgen, die ihr Quartier über verschiedene Generationen hinweg interessant und lebenswert machen. Das kann eine Musikgruppe genauso sein wie der Betrieb eines Ortsteilzentrums, die Pflege öffentlicher Grünanlagen oder Angebote zur Integration. Der Vielfalt sollen bewusst wenig Grenzen gesetzt werden.

Die Kriterien:
–Das Angebot muss grundsätzlich allen Einwohnern zugänglich sein, darf also kein Spezialwissen voraussetzen
–Es muss in die Stadt Detmold oder einen ihrer Ortsteile hineinwirken und hier ein Stück Lebensqualität sichern
–Es muss aktuell und bereits in der Realität umgesetzt sein oder konkret starten, nicht nur eine Konzeption sein

Die Jury: Die LZ-Redaktion und die Stadt Detmold bilden gemeinsam eine Jury, die fünf Köpfe umfasst. Schirmherr des Wettbewerbs ist Bürgermeister Rainer Heller, in der Jury sitzen zwei Vertreter der Stadt, zwei der LZ sowie ein Vertreter der Volksbank Paderborn-Höxter-Detmold. Sie bewerten die eingereichten Konzepte der Vereine.

Die Auswahl: Die Jury wählt dann zehn Nominierungen aus. Diese nominierten Vereine werden in der Zeitung und auf LZ.de vorgestellt. Danach kann per Coupon und online über die Preisträger abgestimmt werden. Es gewinnen die drei mit den meisten Stimmen. Darüber hinaus kann die Jury selbst noch einen weiteren Preis vergeben.

Die Preise: Die Jury lobt Geldpreise zur Unterstützung der Vereinsarbeit aus. Der erste Preis beträgt 1000 Euro, der zweite 750 Euro, der dritte 500 Euro. Der allein von der Jury vergebene Preis wird mit 750 Euro dotiert.

Die Teilnahmebedingungen und der genaue Ablauf der Anmeldung finden sich in dem weiteren Text rechts beziehungsweise im Internet unter: www.LZ.de/ortsteilwettbewerb

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