Detmolder Eventagentur organisiert europaweit Veranstaltungen

Jana Beckmann

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Geschäftsführer Heinrich Löwen, Melina Diedrich, Stephan Klundt, Event- und Projektmanager Jakob Bergmann und Markus Reger (von links) vor der „History Wall", an der Plakate vergangener Veranstaltungen zu sehen sind. - © Jana Beckmann
Geschäftsführer Heinrich Löwen, Melina Diedrich, Stephan Klundt, Event- und Projektmanager Jakob Bergmann und Markus Reger (von links) vor der „History Wall", an der Plakate vergangener Veranstaltungen zu sehen sind. (© Jana Beckmann)

Detmold. Durch das Public Viewing im Rosental ist die „Get Live"-Eventagentur derzeit sehr präsent in der Stadt. Dahinter steckt ein junges Team, das sich in den vergangenen Jahren einen Namen in der Branche gemacht hat – und inzwischen regelmäßig Konzerte mit im Schnitt mehr als 6.000 Besuchern auf die Beine stellt.

Das Bürogebäude an der Wittekindstraße ist modern gestaltet, die Flure sind bunt – hier gibt es viel Raum für kreative Ideen. Sehr passend für das siebenköpfige Team von „Get Live", das Veranstaltungen vielerlei Art betreut und organisiert, Konzerte und Tourneen plant und auch selbst als Veranstalter auftritt.

Der Startschuss fiel 2011. Steuerfach- und Betriebswirt Jakob Bergmann (35), Produktionstechniker und Hobby-Musiker Heinrich Löwen (38) sowie Jakob Wiebe, der sich als Mentor eher im Hintergrund hält, taten sich als Gesellschafter zusammen. „Unser erster Auftrag war für die Veranstaltung ,Wege durch das Land‘ des Literaturbüros OWL, wo wir als Dienstleister tätig sind und uns zum Beispiel um den Aufbau kümmern", berichtet Heinrich Löwen als Geschäftsführer. Bis heute bestehe – ungetrübt von den aktuellen Vorkommnissen um nicht korrekt abgerechnete Fördermittel – eine gute Zusammenarbeit. Zurückgreifen konnte die Eventagentur in der ersten Zeit vor allem auf die Erfahrung von Event- und Projektmanager Jakob Bergmann, der zuvor ehrenamtlich Veranstaltungsplanung und Organisation geleistet hatte. Außerdem halfen persönliche Kontakte zu Managern und Künstlern.

Mittlerweile plant die Agentur Konzerte im In- und Ausland und managt auch ganze Tourneen. „Das heißt, wir kümmern uns um die Örtlichkeit, halten Kontakt zum Künstler, wir organisieren die Crew, das Hotel, die Technik – alles", sagt der Event- und Projektmanager. Zum Beispiel für die australische Band „Hillsong", die laut den „Get Live"-Gesellschaftern die christlichen Billboard-Charts regelmäßig anführt. Bei der Januar-Tour seien deutschlandweit 25.000 Besucher gekommen. Bei Einzelveranstaltungen – ob bei einem Festival in Oberhausen oder einer Produktion in der Münchener Olympiahalle – seien durchschnittlich mehr als 6.000 Besucher dabei. Im ersten Halbjahr 2016 kommt „Get Live" nach eigenen Angaben auf zwölf Veranstaltungen, mehr als in 2014 und 2015 zusammen.

Dabei hilft der Eventagentur vor allem auch Mund-zu-Mund-Propaganda. Und Mut. „Wir scheuen keine Herausforderungen und denken gerne auch einmal anders", sagt Bergmann. Um in Detmold etwas präsenter zu werden, veranstaltet „Get Live" 120-Minuten-Partys in der First Bar One und nun auch das Public Viewing. Bergmann: „Anstatt Werbung für uns zu machen, machen wir lieber Veranstaltungen und lassen unsere Arbeit wirken."

Positive Zwischenbilanz zum Rudelgucken

Die Gruppenrunde bei der Fußball-EM ist vorbei, das Public Viewing geht weiter. Die „Get Live"-Eventagentur will auch alle weiteren Deutschlandspiele auf der Großbildleinwand im Rosental zeigen. „Wir sind so lange dabei, wie Deutschland dabei ist. Und das hoffentlich bis zum 10. Juli", sagt Geschäftsführer Heinrich Löwen. Die Zwischenbilanz fällt gut aus. Wurden für das erste Spiel rund 750 Karten verkauft, waren es beim zweiten schon knapp 1.000 und beim dritten schließlich 1.600.

„Das Wetter spielt eine große Rolle. Und die Uhrzeit", so Löwen. Probleme habe es bislang allenfalls mit parkenden Autos gegeben, die nicht rechtzeitig zum Start des Aufbaus weggefahren worden waren. Ärger mit Anwohnern, Passanten oder sonstigen Beteiligten gebe es nicht. Regelmäßig erfolgten Lautstärke-Messungen und es seien rund 30 Sicherheitskräfte und Ordner vor Ort. „Wir sind eine lernende Organisation. Gibt es Fehler oder Kritik, greifen wir diese gerne auf", erklärt Event- und Projektmanager Jakob Bergmann. So sei zum Beispiel die Treppe zum Schloßplatz gesperrt worden, um den Platz zu schützen. Die Nationalelf kickt wieder am Sonntag, 26. Juni, ab 18 Uhr. Die Public-Viewing-Arena öffnet 90 Minuten vorher. Karten gibt es für 2,50 Euro bei der LZ und im Eventbüro im Rosental.

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