775 Feuerwehrleute bilden eine Rose

André Gallisch

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Aus der Luft fotografiert: 775 junge Feuerwehrleute und ihre Betreuer stellen sich am Samstagabend in Form einer Rose auf und leuchten mit Taschenlampen, die rote und gelbe Farbfilter enthalten, in den Himmel. - © Feuerwehr
Aus der Luft fotografiert: 775 junge Feuerwehrleute und ihre Betreuer stellen sich am Samstagabend in Form einer Rose auf und leuchten mit Taschenlampen, die rote und gelbe Farbfilter enthalten, in den Himmel. (© Feuerwehr)
Zielflug: Mit Druck starten Cigdem Önen (vorne) und Max-Louis Ükermann von der Feuerwehr aus Hörste die Pylone. - © André Gallisch
Zielflug: Mit Druck starten Cigdem Önen (vorne) und Max-Louis Ükermann von der Feuerwehr aus Hörste die Pylone. (© André Gallisch)

Detmold. Zwei kräftige Wasserfontänen haben am Sonntagvormittag die Blicke vor dem Hangar 21 auf sich gezogen. Die kleine Olympiade während des Kreiszeltlagers der lippischen Jugendfeuerwehren war im vollen Gange. Dieser spritzige Spaß nannte sich Pylonen-Zielflug. Neben motorischem Geschick war dabei auch wasserfeste Kleidung von Vorteil.

Während die Mitglieder der Jugendfeuerwehr Lage-Hörste versuchten, die sieben Pylonen per Wasserstrahl zu möglichst hohen Punktwerten in einem einer Dartscheibe nachempfundenen Zielfeld unterzubringen, erläuterte Henrik Vandieken (Feuerwehr Detmold), dass durch das B-Strahlrohr 800 Liter Wasser pro Minute schießen.

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Sieger kommen aus Südostlippe

In der Gesamtwertung aller vier Wettkämpfe - Nachtwanderung, Stadtrallye, Hangar-Olympiade und Pokal der Kreisjugendfeuerwehrwartin - siegte die Jugendfeuerwehr Schieder-Schwalenberg/Lothe. Auf den folgenden Plätzen: die Jugendfeuerwehr Blomberg Kernstadt I und die Jugendfeuerwehr Lemgo III. Das Team aus Schieder-Schwalenberg/Lothe sicherte sich darüber hinaus den Sieg in den Einzelwertungen Nachtwanderung, Hangar-Olympiade und Pokal der Kreisjugendfeuerwehrwartin. Die Stadtrallye durch Detmold gewann die Mannschaft von Blomberg Kernstadt I.

Nach längerer Zeit, so Detmolds Stadtjugendfeuerwehrwart Peter Niewald, sei die Residenz wieder einmal Austragungsort des Zeltlagers. 69 Gruppen lippischer Jugendfeuerwehren waren bei der 43. Auflage von Freitag bis Sonntag mit 775 Teilnehmern (darunter 175 Betreuer) dabei. "Mit den Helfern von THW, Johannitern und dem Kochzug aus Lemgo und Barntrup waren hier mehr als 800 Personen auf dem Platz", beschreibt Niewald das Ausmaß des Geschehens. Bei der Hangar-Olympiade war den Ausrichtern, die gut 14 Monate in die Vorbereitung investiert hatten, ebenso wie bei der Stadtrallye durch Detmold eine gute Mischung aus feuerwehrspezifischen und anderen Spielen gelungen.

"Die Nachtwanderung", platzte es aus Ronja Schapeler heraus, als sie nach dem tollsten Erlebnis des Wochenendes gefragt wurde. Die 16-Jährige aus Lage-Hörste habe aber an allen drei Tagen viel Spaß gehabt. Gruppenweise waren die Jugendlichen am Freitagabend ausgezogen. Dass dabei die für 1 Uhr anberaumte Nachtruhe nicht ganz eingehalten wurde, störte niemanden.

Sehr stilvoll wurde am späten Samstagabend dem im vergangenen Jahr plötzlich verstorbenen Detmolder Stadtjugendfeuerwehrwart Michael Wenke gedacht. Mit Taschenlampen, die mit roter beziehungsweise gelber Filterfolie überzogen waren, sendeten die Jugendlichen und ihre Betreuer das Zeichen einer Lippischen Rose gen Nachthimmel. "Das war schon ein imposantes Bild - das hat auch Wirkung gezeigt", erinnerte sich Peter Niewald am Sonntagmittag "an diesen sehr würdevollen Moment".

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