Rotarier setzen ihr Inklusions-Projekt fort

Laurenz Tegethoff

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Dank an alle Freunde und Förderer des Projekts: Olga Dück, Sprecherin des Gesprächskreises Down-Syndrom, sprach in ihrer Rede über den Erfolg des Projekts. - © Laurenz Tegethoff
Dank an alle Freunde und Förderer des Projekts: Olga Dück, Sprecherin des Gesprächskreises Down-Syndrom, sprach in ihrer Rede über den Erfolg des Projekts. (© Laurenz Tegethoff)

Detmold. Mit strahlenden Augen schaut Melanie Balzer in die Reihen des 
großen Hörsaals. Von den Erlebnissen des Projekts „All Inclusive" überwältigt, spricht sie den Freunden und Förderern ihren Dank aus.

Das Integrationsprojekt für Jugendliche mit und ohne Behinderung rief der Rotary Club Detmold-Blomberg 2015 ins Leben. Der ehemalige Präsident Alexander Goldmann und Olga Dück, Sprecherin des Gesprächskreises für Down-Syndrom, waren dabei federführend. Über zwölf Monate lang organisierte der Club Workshops für Jugendliche mit und ohne Handicap.

Das Angebot der Rotarier reichte vom Bauen kleiner Kunstobjekte über gemeinsames Musizieren bis hin zu einem Tanzworkshop. Die Partner Tanzschule Fricke, die Hochschule für Musik, die Lippische Landeskirche und die Hochschule OWL stellten an mehreren Wochenenden Räumlichkeiten zur Verfügung.

Ihr Vorhaben, junge Menschen zusammenzubringen und dabei neue Kontakte zu knüpfen, erwies sich laut den Rotariern als großer Erfolg. In der Abschlussveranstaltung ließen die Initiatoren und Förderer des Projekts das vergangene Jahr Revue passieren. Gemeinsam sahen die Mitglieder vielfältige Impressionen der angebotenen Workshops mittels einer Diashow.

Der Höhepunkt des Jahres wurde mit einem Kurzfilm vorgestellt. Die Rotarier fuhren gemeinsam mit einer Gruppe Jugendlicher aus Detmold, Wöbbel und Reelkirchen an den Diemelsee. In Form eines Zeltcamps verbrachten sie dort gemeinsame Stunden. Teilnehmer des Projekts, darunter auch Melanie Balzer, traten danach vor die Mitglieder. In einer Ansprache dankte sie allen für das Erlebte. „Für viele Jugendliche unseres Projekts war es der erste Urlaub ohne Eltern", hob Goldmann hervor.

Die Rotarier betrachten ihr Vorhaben als noch nicht abgeschlossen. „In neuen Aktivitäten möchten wir das Angebot ausbauen", kündigte Gert-Peter Maekelburger an. Unter der Leitung des neuen Präsidenten wird es unter anderem Namen weitergeführt werden. „All Inclusive-Plus" soll wie das Vorgängermodell soziale Barrieren abbauen und das Miteinander fördern. Laut den Rotariern ist das Bauen von Seifenkisten mit einem abschließenden Rennen geplant.

Außerdem wurden Ehrungen an Mitglieder ausgesprochen. Die „Paul Harris Fellow-Auszeichnung" wurde Holger Postma, Winfried Nilling, Norbert Stertz und Oliver Fricke zuteil. Ernst Thevis erhielt den zweiten Saphir. Für sein Engagement wurde Alexander Goldmann mit dem fünften Saphir ausgezeichnet.

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