999 Gäste sehen Max Mutzke auf der Waldbühne

André Gallisch

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Magische Gefühle: Die hat Max Mutzke gestern Abend auch bei einem Großteil seines Publikums auf der ausverkauften Waldbühne am Hermannsdenkmal hervorgerufen. - © André Gallisch
Magische Gefühle: Die hat Max Mutzke gestern Abend auch bei einem Großteil seines Publikums auf der ausverkauften Waldbühne am Hermannsdenkmal hervorgerufen. (© André Gallisch)

Detmold. „Magisch": Max Mutzke hatte den treffenden Titel für den Abend auf der Waldbühne am Hermannsdenkmal selbst im Köcher. Und der Sänger mit der so einnehmenden Stimme und den packenden Texten hatte keine Mühe, die Emotionen an das Publikum zu bringen.

Auch wenn Max Mutzke beim Schreiben des Titels wohl noch nichts von der Bühne unterhalb des Hermann gewusst hat, passte der Titel so prima zur romantischen Grundstimmung auf der Grotenburg. Und er korrespondierte gut mit den Lichteffekten, die das urwüchsige Gelände umhüllten und schon vor den ersten Klängen gute Stimmung unter den 999 Gästen verbreiteten.

Allerdings geht es im Song eher um die magischen Gefühle, die den Sänger und andere Männer beim Anblick eine tollen Frau ergreifen. Dass es sich dabei, so Mutzke, eher nur um die Anfangszeit einer Beziehung handele, wurde aus dem Publikum mit Gelächter begleitet.

So richtig in Wallung gerieten die zuvor noch gemütlich auf den Holzbänken sitzenden Mutzke-Fans, als die ersten drei Töne des aktuelllen Krachers erklangen. Plötzlich wurden die Lipper rege und stürmten förmlich an den Bühnenrand. Um hier festzustellen, dass zwar die „Welt hinter Glas", aber der Sänger und seine Begleitband „monopunk" fast greifbar nah vor ihnen standen.

„Diese Stimmung hatten wir eigentlich erst zum Konzertende erwartet", tat Mutzke ob des emotionalen Ausbruchs seiner Fans überrascht, „okay, das wars dann – kommt gut nach hause." Aber keine Angst, Max Mutzke hatte noch lange nicht fertig, im Gegenteil, jetzt ging es erst richtig los.

Mit „Face to face" hatte der 35-jährige einstige ESC-Starter – unglaublich, dass das schon wieder zwölf Jahre her ist – sich seinem Publikum gleich zu Beginn von Angesicht zu Angesicht genähert. Das war ein Beleg für den Erfolg, den Max Mutzke, der es auf bislang acht Alben bringt, sowohl in seiner Muttersprache als auch mit englischen Texten erzielt.

Dass das spätsommerliche Wetter dazu so grandios passte, darf man wohl getrost „Glück der Tüchtigen" beim Organisationsteam um Birgit Dabbert von der Lippe Tourismus und Marketing GmbH nennen. Die Crew war dafür zwar nicht verantwortlich, sehr wohl aber für das Drumherum des Konzerts. Und hier zeigte sich die Liebe zum Detail auch an Kleinigkeiten.

„Wir haben hier auch Ohrstöpsel", deutet Dabbert auf eine Tisch. Diese seien vor allem für Kinder gedacht. Denn der Auftritt von Max Mutzke sollte zu einem Event für die ganze Familie werden, das war die Idee dahinter. In Kooperation mit der Lippischen Landes-Brandversicherungsanstalt sei es vor allem mit Blick auf diese Zielgruppe gelungen, den Ticketverkaufspreis knapp unter zehn Euro zu halten. Auch das hatte etwas „Magisches".

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