Poetry-Slammer stellten sich ernsten Themen

Thomas Krügler

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Die Finalisten Björn Gögge (Essen), Fatima Talalini und Özge Cakirbey (Dortmund, vorne von links) mit Sim Panse (Bremen), Bo Wimmer (Marburg), Martin Frank (Lemgo), Marc-Oliver Schuster "Katze" (Detmold), Luise Frentzel (Bochum) sowie Sabine Hartmann und Johanna Schäfer (hinten, von links). - © Thomas Krügler
Die Finalisten Björn Gögge (Essen), Fatima Talalini und Özge Cakirbey (Dortmund, vorne von links) mit Sim Panse (Bremen), Bo Wimmer (Marburg), Martin Frank (Lemgo), Marc-Oliver Schuster "Katze" (Detmold), Luise Frentzel (Bochum) sowie Sabine Hartmann und Johanna Schäfer (hinten, von links). (© Thomas Krügler)

Detmold. Sieben junge Poetinnen und Poeten haben sich beim "Brot für die Welt-Slam" mit selbstgeschriebenen Texten zum Thema "Grenzen-Los" gestellt. Pfarrer Maik Flek begrüßte die Zuhörer in der Christuskirche und betonte die Notwendigkeit einer grenzenlosen Sprache in Zeiten, in denen Europa immer stärker seine Grenzen feiert.

Im Rahmen des "Brot für die Welt" Jahres wird in acht Städten NRWs geslammt, wobei in Detmold die Premiere der Tour stattgefunden hat. Neben Sabine Hartmann von der Lippischen Landeskirche war Johanna Schäfer (Amt für Mission, Ökumene und kirchliche Weltverantwortung) Veranstalter. Die Erlöse kommen einem Bildungsprojekt für Frauen von "Brot für die Welt" in Ägypten zugute.

Poetry Slams sind angesagt und längst in Lippe angekommen. 1986 in Chicago entstanden, haben sie sich weltweit verbreitet und die deutschsprachige Szene erobert. Durch das Programm moderierte Slam-Legende Marc-Oliver Schuster (Detmold), besser als "Katze" bekannt in gewohnt lockerer Art.

Die Texte handelten von globaler Verantwortung in der Einen Welt – von Gerechtigkeit und Chancen, aber auch von Not und Elend und machten so indirekt auf die Arbeit von "Brot für die Welt" aufmerksam. Bo Wimmer aus Marburg las seinen Text "Warum ich nicht nach Afrika will" und ging auf soziale Probleme und Hungersnöte ein. Björn Gögge aus Essen (25) will nächstes Jahr Bundeskanzler werden und punktete mit der Politker-Rede "Grenzen raus!", in der er die Abschaffung aller Grenzen forderte.

Martin Frank aus Lemgo ist der Goethe unter den Slammern und hielt einen poetischen Vortrag über das Leben einer Eintagsfliege. Fatima Talalini aus Dortmund überzeugte mit "Aufs Maul Terrorist" gestisch ausdrucksstark in modulierender Stimme. Luise Frentzel aus Bochum sprach über das "Urvertrauen 2.0" einfühlsam. Sim Panse aus Bremen ließ sich mit schauspielerischen Qualitäten über die grenzenlose Dummheit der Menschen auf Facebook aus und Özge Cakirbey aus Dortmund beeindruckte mit dem Text "Lizzy", die viel denkt und nichts macht.

Nach Abstimmung des Publikums kamen Fatima Talalini, Özge Cakirbey und Björn Gögge in die zweite Runde. Hierbei zog Fatimi Talalini ausdrucksstark mit einem Text über Religion in den Bann und wurde durch den stärksten Applaus zur besten Slammerin des Abends gekürt.

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