Vortrag zum Selbstmarketing auf Jahresempfang der Gleichstellungsstelle

André Gallisch

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Eigenmarketing: Carolin Krüll referiert, Landrat Dr. Axel Lehmann hört interessiert im Hintergrund zu. - © André Gallisch
Eigenmarketing: Carolin Krüll referiert, Landrat Dr. Axel Lehmann hört interessiert im Hintergrund zu. (© André Gallisch)

Detmold. Als Plattform für Erfahrungsaustausch hat die Gleichstellungsstelle beim Kreis Lippe erstmals einen Jahresempfang konzipiert. Zur Premiere kamen 220 haupt- und ehrenamtliche Aktive im Bereich Gleichstellung in den Sitzungssaal des Detmolder Kreishauses. Dort referierte Marketingexpertin Caroline Krüll über Strategien des „Selbst-Marketing“ unter dem Titel „Die Marke: Ich“.

Gleich zu Beginn erntete die Referentin Gelächter mit der Aussage, „die Amerikaner sind Weltmeister im Selbstmarketing“. Das Schmunzeln der Zuhörerinnen rührte möglicherweise auch vom Gedanken an den neuen US-Präsidenten her, doch grundsätzlich unterstreicht auch er diese These. In Deutschland sei man eher zur Zurückhaltung und Bescheidenheit erzogen, so Krüll. Das liege zum einen am Erziehungsgedanken „nicht angeben“, sei aber auch historisch bedingt.

Für das Eigenmarketing sei aber das offensive Darstellen der eigenen Person und der eigenen Fähigkeiten sowie des Leistungsvermögens unabdingbar. Parallel zu dem für das Produktmarketing zutreffenden Marketing-Mix zeigte Krüll an anschaulichen Beispielen, wie dies auch für die eigene Person genutzt werden könne.

Netzwerken ist ein wichtiges Mittel: „Männer kommen häufig schneller weiter, weil sie die Chancen zur Vernetzung in der Regel schneller ergreifen“, so die Referentin. Doch das müsse nicht so bleiben. „Frauen müssen sich selber, aber auch ihre Ideen professioneller darstellen“, hatte Nicole Krüger, Gleichstellungsbeauftragte des Kreises, zur Begrüßung gesagt.

Der Jahresempfang solle dazu dienen, Erfahrungen auszutauschen und ein Netzwerk zu knüpfen beziehungsweise es zu verstärken. Landrat Dr. Axel Lehmann räumte ein, dass immer noch zu wenige Frauen in gehobenen Positionen von Wirtschaft und öffentlicher Verwaltung vertreten seien. Der Kreis Lippe, so der Landrat, sei mit seiner Quote von 40 Prozent Frauen in Führungspositionen auf einem guten Weg. Bei 60 Prozent weiblichen Beschäftigten müsse aber auch der Kreis noch ein gutes Stück bewältigen.

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