Jowat bringt Planung für Neubau an der Ernst-Hilker-Straße voran

Jana Beckmann

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Das Hochschulteam und Dr. M.-Oliver Zomer, Leitung Marketing Jowat SE, bei einem ersten gemeinsamen Workshop. - © Ricarda Jacobi
Das Hochschulteam und Dr. M.-Oliver Zomer, Leitung Marketing Jowat SE, bei einem ersten gemeinsamen Workshop. (© Ricarda Jacobi)

Detmold. An der Ernst-Hilker-Straße steht 2017/18 ein Großprojekt an: Das Unternehmen Jowat will auf dem rund 16.000 Quadratmeter großen Areal ein Zentrum rund um das Kleben errichten. Darin soll der Einsatz der Klebtechnologie an Maschinen und Anlagen präsentiert und getestet werden. Bei der Umsetzung gibt es Unterstützung von der Hochschule Ostwestfalen-Lippe.

„Die Jowat SE kooperiert bei der Konzeption ihres Neubaus mit der Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur", erklärt der Betrieb in einer Pressemitteilung. Dabei geht es um eine knapp dreimonatige Projektaufgabe, in der Studenten der aktuellen Masterjahrgänge zusammen mit Professor Ulrich Nether und der wissenschaftlichen Mitarbeiterin Ricarda Jacobi die Innenarchitektur von Teilen des neuen Gebäudes planen.

Die Außengestaltung steht dagegen bereits. Das „Haus der Technik" soll, wie bereits im vergangenen Jahr bekannt geworden ist, ein zweigeschossiger Bau mit Dimensionen von 89 mal 34 Metern werden und auf dem früheren Scharbatke-Gelände entstehen, das bereits vor einiger Zeit frei geräumt worden ist und seitdem als Parkplatz genutzt wurde. Die Fassade soll aus Holz und Glas bestehen und aufwendig gestaltet werden – und zwar mit speziellen Holzrahmenelementen. Die Optik soll an Leimfäden erinnern. Zum 100-jährigen Bestehen des Unternehmens im Jahr 2019 soll alles fertig sein.

Im „Haus der Technik" werden nach Angaben des Betriebs in Zukunft alle anwendungstechnischen Einheiten der Jowat-Unternehmensgruppe in Detmold gebündelt. Neben Büroräumen und Besprechungsbereichen wird das Herzstück des geplanten Neubaus ein Innovations- und Anwendungszentrum sein. Daneben werde das „Haus der Technik" auch als zentraler Begegnungspunkt für Kunden und Partner der Jowat SE fungieren und die Marke Jowat erlebbar machen.

Dazu sind im vorderen Bereich des Gebäudes neben einer Ausstellung und einem Bistro zur internen Nutzung auch moderne Vortrags- und Veranstaltungsräume eingeplant, darunter unter anderem auch ein Audimax mit einer Kapazität von bis zu 200 Personen.

„Wir arbeiten im Rahmen unseres Neubauprojektes sehr gerne mit der Hochschule Ostwestfalen-Lippe zusammen und sind sicher, dass das Lokalkolorit aus Lehre und Industrie zu frischen Ideen und inspirierenden innenarchitektonischen Ansätzen führt", erklärt Klaus Kullmann, Vorstand Vertrieb und Marketing der Jowat SE, abschließend.

Klebestoffe weltweit

Die Jowat SE mit Sitz in Detmold gehört nach Unternehmensangaben zu den führenden Anbietern von Industrieklebstoffen. Diese finden insbesondere in holzverarbeitenden Betrieben und der Möbelproduktion, in der Papier- und Verpackungsindustrie, dem grafischen Gewerbe sowie in der Textil- und Automobilbranche als auch in der Elektroindustrie ihren Einsatz.

Das 1919 gegründete Unternehmen besitzt neben den deutschen Produktionsstätten in Detmold und Elsteraue vier weitere Produktionsgesellschaften – in den USA, der Schweiz, Malaysia und Australien. Der Komplettlieferant produziert mit mehr als 1.000 Beschäftigten jährlich mehr als 77.000 Tonnen Klebstoffe.

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