Eine Lichterkette für die Detmolder Gemütlichkeit

Jost Wolf

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Weingenuss am Schlossgraben: Zum Winzerfest wünscht sich die Werbegemeinschaft eine Lichterkette in den Baumkronen entlang der Ameide. Sie würde den Genuss edler Tropfen noch stimmungsvoller machen und könnte auch nach dem Fest hängen bleiben. - © Raphael Bartling
Weingenuss am Schlossgraben: Zum Winzerfest wünscht sich die Werbegemeinschaft eine Lichterkette in den Baumkronen entlang der Ameide. Sie würde den Genuss edler Tropfen noch stimmungsvoller machen und könnte auch nach dem Fest hängen bleiben. (© Raphael Bartling)

Detmold. Eine stimmungsvolle Beleuchtung in den Baumkronen an der Ameide würde die Werbegemeinschaft gerne installieren. Die würde dann zum Winzerfest Ende Mai aufgehängt und bliebe auch für die Folgeveranstaltungen vor Ort. Das war eines der Themen, die während der Mitgliederversammlung des Vereins diskutiert wurden.

„Von unten werden die Bäume zum Winzerfest ja schon mit Scheinwerfern angestrahlt", sagt Werbegemeinschaftsvorsitzender Heinz Holey, „aber die müssen nach dem Fest abgebaut werden, sonst werden sie kaputt gemacht." Als dauerhafte Lösung denkt er daher gemeinsam mit der „Get Live"-Eventagentur, die das Streetfood-Festival organisiert, über eine Lichterkette nach. „Die würde dann in den Bäumen von der ,Cosmo Lounge‘ bis zum Theater hängen", sagt er. „Dazu müssen wir aber noch klären, ob die Stadtwerke genug Dampf auf der Leitung haben, wer den Strom bezahlt und auch wem die Bäume am Schlossgraben überhaupt gehören – dem Prinzen oder der Stadt."

Zum Residenzfest mit verkaufsoffenem Sonntag Anfang Oktober plant die Werbegemeinschaft wieder, für die Bühne auf dem Marktplatz ein Orchester zu verpflichten. „Wir müssen die Leute ja unterhalten", sagt Holey. „Andere Städte haben schließlich auch verkaufsoffene Sonntage."
Für den Weihnachtsmarkt „Detmolder Advent" laufen derzeit Gespräche mit Investoren, weil der Markt in die Lange Straße Richtung Wiese sowie in die Schüler- und in die Bruchstraße weitergeführt werden soll.

„Schwierig ist, dass alle am liebsten auf den Marktplatz wollen", berichtet Holey. „Außerdem haben wir uns ja die Maßgabe gesetzt, immer im Wechsel einen Kunsthandwerker und einen Imbiss zu haben." Der Kinderadvent soll ausgebaut werden. Das 2017 getestete Riesenrad hat sich bewährt. Es wird durch ein Karussell komplettiert. „Dann wurde noch die Musik diskutiert", berichtet Holey. „Macht man mehr? Engagieren wir eine Musikband für Jugendliche?". Auf jeden Fall solle die Zusammenarbeit mit der Musikhochschule weiter ausgebaut werden. Holey: „Das ist ja ein Lernprozess. Es gibt Städte, die haben Weihnachtsmärkte, die sind 50 Jahre alt. Da verändert sich nichts. Wir haben da inzwischen Hütten im Wert von einer halben Million stehen – und das nach fünf Jahren!"

Die Idee zu einer Bonuskarte, mit Kunden der firmenübergreifend Punkte für Einkäufe bei Detmolder Händlern bekommen hätten, ist zurückgestellt worden, da einige Kaufleute eigene Bonuskarten haben.

Die Mitgliederversammlung

„Die Werbegemeinschaft ist schuldenfrei und perfekt aufgestellt", sagt ihr Vorsitzender Heinz Holey. Von den 145 Mitglieder haben 40 die Mitgliederversammlung besucht. 22 weitere hatten Heinz Holey vorab Abstimmungsvollmachten gegeben. „Viele können einfach um 19 Uhr noch nicht kommen, weil ihr Geschäft noch geöffnet hat", erklärt Holey. Wegen des Besuchs von Bürgermeister Rainer Heller und Kämmerer Frank Hilker, die über die Innenstadtentwicklung, das Parken und den Planungsstand zum Hornschen Tor informierten, dauerte die Versammlung bis 22.30 Uhr. „Die Sorgen der Händler sind nicht weniger geworden, aber jetzt sind sie informiert", sagt Holey abschließend.

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