#FridaysForFuture: Schüler protestieren in Detmold für den Klimaschutz

Carolin Brokmann und Tilo Sommer

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Auf dem Marktplatz in Detmold versammeln sich Schüler, um für eine bessere Klimapolitik zu demonstrieren. - © Kateryna Akulenko
Auf dem Marktplatz in Detmold versammeln sich Schüler, um für eine bessere Klimapolitik zu demonstrieren. (© Kateryna Akulenko)

Detmold. „Eine Welt, ein Klima, eine Zukunft" oder „Es gibt keinen Planet B" steht auf den Plakaten, während der „Earth Song" von Michael Jackson über den Marktplatz schallt. Gut 200 Schüler skandieren: „Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns unsere Zukunft klaut".

Schüler des Stadtgymnasiums, Grabbe-Gymnasiums und des Leopoldiniums hatten zu dem Protest aufgerufen, um sich der weltweiten Bewegung "Fridays for Future" anzuschließen. Es ist eine Protestaktion für den Klimaschutz und gegen Platikmüll.


Die 16-jährige Johanna Brand ist Mitorganisatorin: „Wir wollten uns auf den Plastikmüll fokussieren, weil es auch für uns Schüler einfach und praktikabel ist, das Thema in den Alltag zu integrieren", sagt sie. Denn das Thema Klimaschutz ist weitläufig, sei aber extrem wichtig. „Es geht hier um unsere Zukunft", sagt Lorina Schäfer (18) bestimmt. Und die 19-jährige Sophie Gau ergänzt:  „Wenn wir jetzt nichts tun, dann ist es zu spät."

Sie alle wollen aufmerksam machen und an politischen Entscheidungsprozessen beteiligt werden, sagen die Redner auf der Rathaustreppe. Und sie wollen zeigen, dass sie es ernst meinen. Deswegen findet diese Aktion in ihrer Freizeit statt.

„Die Schüler wollen gar nicht diejenigen dabei haben, die sich mit dem Streik Unterricht sparen", sagt Lehrer Karsten Lämmchen vom Leopoldinum. Das sei in Gesprächen sehr klar und eindeutig gewesen. Er spielt damit auf eine Äußerung von NRW-Ministerpräsident Armin Laschet an. Laschet hatte an der Glaubwürdigkeit der jungen Klimaschützer gezweifelt, da die Proteste oft während der Schulzeit stattfinden.

„Manchmal ist es einfach notwendig, Aktionen während der Schulzeit zu starten, um seinen Standpunkt zu vertreten", sagt Schüler Fritz Henneken. Nur so komme ihre Botschaft auch bei den Politikern an.

„Es ist super, wie der Funke aus Schweden hier herüber gesprungen ist", sagt Lehrer Dirk Brinkschmidt. Die 16-jährige schwedische Schülerin und Aktivistin Greta Thunberg ist das Gesicht der Bewegung „Fridays for Future". Jeden Freitag protestiert sie vor dem schwedischen Parlament – und immer mehr Schüler schließen ihrem Vorbild an.

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