Giftiges Jakobskreuzkraut breitet sich in Detmold aus

Niklas Böhmer

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Für Raupen des Schmetterlings „Blutbär" ist das Jakobskreuzkraut dagegen die Nahrungsquelle schlechthin. - © Vera Gerstendorf-Welle
Für Raupen des Schmetterlings „Blutbär" ist das Jakobskreuzkraut dagegen die Nahrungsquelle schlechthin. (© Vera Gerstendorf-Welle)

Detmold. An Straßen- und Wegrändern sowie auf schlecht gepflegten Wiesen und Weiden breitet sich von Mitte Juni bis Ende August das Jakobskreuzkraut aus – darauf hat eine LZ-Leserin aus Detmold die Redaktion hingewiesen.

Der Grund: Die Gründlandpflanze ist giftig, für Pferde und Rinder birgt sie Lebensgefahr. Wie Matthias Füller von der Biologischen Station in Schieder erklärt, gerät es bei der Heuernte schnell ins Trockengras. „Im Gegensatz zu anderen Giftpflanzen verliert das Jakobskreuzkraut seine Giftigkeit nicht im Welkeprozess."

Auf der Weide meiden die Nutztiere es wegen der Bitterstoffe, in Heu und Silage fressen sie es mit. Die Giftstoffe breiteten sich vor allem in der Leber aus. Eine wiederholte Aufnahme könne zu einer tödlichen Vergiftung führen. Für Raupen des Schmetterlings „Blutbär" ist das Jakobskreuzkraut dagegen die Nahrungsquelle schlechthin.

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