Ohne Angst mit dem Rad im Detmolder Straßenverkehr - Initiative sammelt Unterschriften

Cordula Gröne

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Eva Liebe (von links), Marius Lüdemann, Christian Bange, Birgit Reher und Eckart Adorf setzen sich für bessere Radwege in Detmold ein. - © Cordula Gröne(LZ)
Eva Liebe (von links), Marius Lüdemann, Christian Bange, Birgit Reher und Eckart Adorf setzen sich für bessere Radwege in Detmold ein. (© Cordula Gröne(LZ))

Detmold. Noch einmal Schwung in den Radentscheid bringen – das haben sich die Aktiven vorgenommen. Die Initiative sammelt derzeit online Unterschriften für einen Bürgerentscheid. 2.600 sind bereits vorhanden, 3.600 sollen es nach Möglichkeit werden. Das berichtete Birgit Reher.

Mit dem Frühjahr starte auch wieder die Radsaison und immer mehr Radler seien in der Stadt unterwegs. Immer wieder gebe es gefährliche Situationen an den vielen Stellen im Stadtgebiet, an denen entweder keine sicheren Wege für Radler vorhanden seien oder Wege einfach aufhören und die Radler auf die Straße oder den Gehweg schicken. „Auf der Straße gibt es dann keine Sicherung und auf dem Gehweg fehlt der Platz für Rad und Fußgänger", so Reher. Die Radfahrer seien diejenigen, die dadurch „gefühlt" überall stören.

Mehr Sicherheit für Radfahrer

Für ein besseres Klima sollten jedoch mehr Menschen in die Pedale treten, sind sich die Unterstützter einig. Deshalb brauche es schnell mehr Sicherheit fürs Rad in Detmold. Die Initiative fordert durchgängige und gut sichtbare Radwege, eine bessere Trennung von Fußwegen und fahrradfreundliche Kreuzungen sowohl mit als auch ohne Ampeln.

Dass ein Umdenken im Sinne aller Verkehrsteilnehmer noch nicht wirklich funktioniere in Detmold, zeige auch die Einrichtung der Tempo-30-Zonen rund um die Paulinenstraße, die die Initiative ausdrücklich als ersten Schritt begrüßt. Aber Ängste, auf der Straße zu fahren, würden nur durch das Aufstellen der Schilder nicht beseitigt. „Hierzu braucht es weitere sichtbare Hinweise, die den Autofahrern und den Radlern deutlich zeigen, dass beide den Straßenraum gleichwertig nutzen dürfen", so Birgit Reher. Andere Kommunen machten es mit gut sichtbaren Hinweisen auf der Straße wie Fahrradpiktogrammen vor. Sie plädiert dafür, Fördermittel des Bundes abzurufen, damit diese schnell für Radfahrer eingesetzt werden könnten.

Detmolder über 16 Jahre können den Radentscheid mit ihrer Unterschrift unterstützen. Unterschriftenlisten gibt es unter www.radentscheid-detmold.de im Internet.

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