Benefizkonzert in der Detmolder Martin-Luther-Kirche

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Ulrike-Anima Mathé an der Violine mit dem Pianisten Scott Faigen. - © Michael Becker
Ulrike-Anima Mathé an der Violine mit dem Pianisten Scott Faigen. (© Michael Becker)

Detmold. Mit einem Benefizkonzert in der Detmolder Martin-Luther-Kirche hat Ulrike-Anima Mathé, Professorin für Violine an der Hochschule für Musik und international auftretende Solistin, gemeinsam mit dem amerikanischen Pianisten Scott Faigen ein musikalisch-künstlerisches Zeichen gegen die Hilflosigkeit, gegen das gewissenlose Vergessen und für die Solidarität mit Afghanistan gesetzt.

„Wir sind empört und traurig über staatliches Versagen, Hilfeverweigerung und Verantwortungslosigkeit, wir mussten einfach etwas tun", heißt es in der Pressemitteilung vom Forum offenes Detmold. Rund 150 Besucher waren der kurzfristigen Einladung gefolgt. Sie hörten die Sonaten BWV 1014 (h-moll) und BWV 1016 (E-Dur) von Johann Sebastian Bach und die Sonatine op.137 Nr. 2 (a-moll) von Franz Schubert, gefühlvoll und voller Emotionen interpretiert von Ulrike-Anima Mathé und Scott Faigen, die berührten und „tief ins Herz gingen", wie ein Teilnehmer abschließend resümierte.

In der vom Forum offenes Detmold unterstützten Veranstaltung betonte Dieter Bökemeier, Pfarrer für Ökumene und Mission, Flucht und Migration der Lippischen Landeskirche, in seinem Grußwort die große Betroffenheit und Hilflosigkeit vieler Menschen in Deutschland, wenn sie die Bilder vom Flughafen in Kabul sehen: „Menschen, die voller Angst und Verzweiflung sind und nur noch weg wollen, aber nicht weg können und dann der brutale Anschlag eines Ablegers des IS, dem so viele Menschen zum Opfer gefallen sind. Wir treffen hier heute auch Menschen aus Afghanistan, viele von uns haben Freunde, Kollegen und Bekannte mit afghanischen Wurzeln, die große Angst um ihre Verwandten und Freunde haben. Wir gedenken der Menschen dort und hier."

Spürbare Betroffenheit

Der Dank von Dr. Ataullah Zulfacar galt den beiden Musikern für ihr besonderes Engagement und für den Spendenerlös in Höhe von 2050 Euro für den Ärzteverein für den Verein Afghanische Flüchtlinge (AFAF). Der ehemalige Oberarzt im Detmolder Klinikum engagiert sich bereits seit vielen Jahren gemeinsam mit weiteren Kollegen im AFAF, der sich der Hilfe für die notleidende Bevölkerung in seiner alten Heimat Afghanistan zur Aufgabe gemacht hat.

Am Ende des Konzerts war die Betroffenheit der Zuhörenden mit Händen zu greifen. „Wir werden nicht nachlassen, auf die schreckliche Situation der Menschen in Afghanistan aufmerksam zu machen", hieß es abschließend von Albert Lange für das Forum offenes Detmold.

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